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Verbleib ex ATG Schiffe

Hier ist Platz für Barkassen und andere Passagierschiffe im Hamburger Hafen

Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Werner » 5. Juli 2013 11:27

Hallo Forum,

auf einer Internetseite mit Postkartenmotiven entdeckte ich Bilder von Schiffen, die es (so) schon nicht mehr gibt. Unsere „Eilenau" von der Alster, die jetzt als „Cospuden“ auf einem Tagebausee bei Leipzig fährt, trug auch mal den Namen „Bleckede“. Siehe hier:

http://seawind.se.funpic.de/Germany_inland/Giw001.jpg

Auf der gleichen Internetpräsenz findet man weitere Schiffsbilder:

http://seawind.se.funpic.de/Germany_inland.html
http://seawind.se.funpic.de/Germany_coast.html

Gruß
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Bernd » 8. Juli 2013 17:14

Auf der Internetseite von Seetours Märkische Schweiz habe ich unter http://www.buckow.org/seetoursms/scherri_hist.html habe ich einen alten Alsterdampfer gefunden. Wenn man sich die Schiffsliste genauer ansieht, findet man einen weiteren alten HADAG Bekannten. Es Muss sich dabei um die Scharhörn oder Neuwerk handeln.

Viele Grüße
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MichaelS » 8. Juli 2013 18:23

Moin Bernd,

großes Kino, DANKE! :) Der HADAG-Dampfer ist die ex SCHARHÖRN, nur das Baujahr stimmt nicht so ganz ;) .

Gruß
Michael

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MichaelS » 26. April 2015 15:35

Moin Zusammen,

die ex TARPENBEK liegt wohl seit Anfang des Jahres bei Brauer´s Aalkate in Rade bei Rendsburg an Land. Am und ums Schiff muss noch ein bißchen was für die Saison getan werden, aber die nun landseitige Nutzung als Restaurantschiff finde ich gelungen.

Weitere Infos hier: http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/fischer-angelt-sich-einen-alsterdampfer-id5873671.html

Gruß
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MPG1 » 27. April 2015 13:12

Geschmacksache, Michael.

Auch wenn die wieder gut gemalt dastehen würde, wär das für mich ein trauriger Anblick. Würde ich nicht reingehen.
Schiff, das nicht schwimmt, (ausser Dock oder Winterlager) geht für mich maximal als Museumsschiff, so wie's Uboot in Laboe.
Viele Grüße
Michael

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MichaelS » 27. April 2015 14:03

Moin,

"gelungen" finde ich es insofern, dass das Schiff nicht mehr auf der Eider "weggammelt" - was der Status quo war und so noch sicherlich etliche Jahre erhalten bleibt. Natürlich wäre es schöner gewesen, dass Schiff im Wasser zu Nutzen, das wäre aber wohl recht kostspielig geworden.

Gruß
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Stoomgek » 27. April 2015 14:30

Weggammeln wird das Schiff in der feuchten Erde eingegraben erstrecht. Und ein Schiff ist eben ein Schiff, und wird zweckentfremdet als Restaurant immer ein trauriger Anblick sein...

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MichaelS » 27. April 2015 17:30

Moin Stoomgek,

natürlich wäre es wünschenswert möglichst viele Schiffe museal zu erhalten, das ist aber schlicht einfach unrealistisch. Wenn die ex TARPENBEK wieder hübsch gemacht wird habe ich nichts gegen eine Nutzung als Restaurant -die Alternative wäre vermutlich die Schrottpresse gewesen- auch die ALSTER wird ja so genutzt und schaut - obwohl schwimmend für meinen Geschmack weit "verbauter" aus.

Gruß
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Stoomgek » 27. April 2015 21:43

Jooo, das mit der "Alster" seh ich auch so. Und mit der Zeit wird das Schiff leider immer noch weiter verunstaltet... Ich kann soetwas ja gar nicht gut mit ansehen. Aber natürlich ist die Alternative Schneidbrenner weit schlimmer.
Beide Schiffe sind ja Legenden...
Die "Alster" das letztgebaute Dampfschiff, was mit seiner Größe und Ausstattung bald zum Flaggschiff der Alsterflotte wurde. Und die Tarpenbek 1935 als Prototyp der bei Pahl gebauten Motorschiffe, der Grundstein jener Schiffe, die das Bild auf der Alster am längsten prägen sollte...

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Hamburguide » 30. April 2015 16:30

Auch ich bin der Meinung , das schwimmend besser wäre .
Aber wenn die Anlage schön gestaltet ist , besser als der Schneidbrenner.
Welche Schiffe verbergen sich eigentlich, schwimmend in der Binnenalster .
Am Ballindamm ??

Gruß vom Hamburguide

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Stoomgek » 30. April 2015 16:52

Am Ballindamm liegt die 1931 gebaute "Alster" Der letzte als richtiges Dampfschiff gebaute Alsterdampfer...

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Hamburguide » 30. April 2015 21:27

Danke für die Information. Muss ich mir mal aus der Nähe angucken.

Gruß

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MichaelS » 30. April 2015 21:35

Moin Zusammen,

hier mal zum Vergleich eine Bugansicht (von Harald) der ALSTER

Bild

Gruß
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Stoomgek » 1. Mai 2015 19:48

So sah die "Alster" aus, als sie neu war... :)

Bild

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MichaelS » 1. November 2015 21:49

Moin Zusammen,

hier noch einmal ein Blick auch in die HERZOGIN LUISE ex FLEETENKIEKER bei der Verschleppung. http://www.dailymotion.com/video/xxzg32_130304-schiffe-grabow-032510_news Schon traurig :( . In Grabow habe ich das Schiff vor zwei Wochen nicht mehr gefunden, auch nicht bei der Firma Holke, die das Abschleppen damals durchgeführt hat. Ebenfalls ist sie nicht auf Google Earth in Grabow und umzu nicht zu sehen. Hat jemand ne Idee?

Gruß
Michael

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Werner » 22. Mai 2016 11:46

Hallo Forum,

bin im Laufe der Woche über die Elbbrücke bei Lauenburg gefahren. Dabei machte ich folgende (aus Zeitgründen leider nur flüchtige) Beobachtung.

An Land, neben der großen Schiffbauhalle der Hitzler-Werft, lag auf der Elbseite ein Schiff, welches mit Sicherheit ein Alsterschiff ist. Wenn ich mich festlegen sollte ist es die „Tarpenbek“.
Letzter im Forum gemeldeter Standort der „Tarpenbek“ ist ja „Brauer‘s Aalkate“ am Nord-Ostsee-Kanal. Da aber auf der Aalkaten-Webseite nichts von einem Schiff als Bewirtungsraum zu finden ist, gehe ich davon aus, daß dieser Status bereits überholt ist.

Wenn ich recht informiert bin, hat der Alsterdampferverein (DS „St. Georg“) auf der Werft noch mehr liegen. So gesehen würde die „Tarpenbek“ dorthin passen. Weiß jemand mehr?

Es grüßt
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Stoomgek » 22. Mai 2016 13:38

Moin....

Werner hat es genau erfasst.

Die "Tarpenbek" soll vom Verein Alsterdampfschiffahrt e.V. als Prototyp dieser Alsterschiffe in den Ursprungszustand von 1935 restauriert werden.
So kann das Schiff der Nachwelt erhalten bleiben.

Ob die "Tarpenbek" je wieder auf der Alster in Fahrt kommt steht allerdings in den Sternen.

Nette Grüße von der Alster...

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon MichaelS » 22. Mai 2016 21:26

Moin Zusammen,

hier dann mal zwei Bilder.... ;).

Die TARPENBEK war meines Wissens übrigens das zweite Schiff der Bauserie. ;) Der Prototyp war die ISEBEK (gebaut als OTTO BLÖCKER), diese wurde 1960/61 ähnlich der SEEBEK umgebaut und 2003 verschrottet.

Gruß
Michael
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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Werner » 23. Mai 2016 11:45

Danke, Stoomgek, für die Info.

Und Michael hat die Bilder dazu. Dann kann der Verein Alsterdampfschiffahrt e.V. sein Schiffsregister ja um eine Einheit erweitern. Ohne den derzeitigen Zustand der Schiffe „Winterhude“ und „Nixe“ zu kennen, vermute ich mal, daß die „Tarpenbek“ im Vergleich zu denen recht komplett ist. (Ich orientiere mich da an den Beschreibungen und Bildern der Schiffe auf der Vereinsseite.)

Wenn die „Tarpenbek“ wie berichtet im Zustand von 1935 restauriert wird, müsste sie auch ihr Maschinenhäuschen erhalten. Durch dessen Scheiben habe ich als Kind liebend gerne das Ventilspiel des Dieselmotors beobachtet. Wenn sie nicht auf die Alster zurückkehrt, kann ich sie mir auch gut bei Fahrten auf dem Elbe-Lübeck-Kanal vorstellen. Oder von Zollenspieker über Hoopte und Stöckte (Stöckter Hafen) in die Ilmenau bis Bardowick. Bis Lüneburg hapert es wohl an der Schiffbarkeit der Ilmenau und dem Zustand der Schleusen.

Es grüßt
der Werner

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Re: Verbleib ex ATG Schiffe

Beitragvon Werner » 23. Mai 2016 18:05

Wieso ist die „Tarpenbek“ nicht mehr auf der Alster?

In den 1980er Jahren war die Anzahl der Alsterschiffe traditioneller Bauart noch vollständig. Aus dem Vorkriegsbestand waren vorhanden: „Ammersbek“, „Bredenbek“, „Isebek“ (schon modernisiert), „Osterbek“, „Saselbek“, „Sielbek“, „Susebek“ und „Tarpenbek“. Nachkriegsbauten waren die „Eilbek“, die „Goldbek“ und die „Rodenbek“ (sie hatte als erstes Schiff traditioneller Art von Anbeginn an kein Maschinenhaus). Später folgte die Seebek, die sich durch einen moderneren Baustil optisch von den klassischen Alsterschiffen unterschied. Ihrem aussehen wurde die Isebek durch einen Modernisierungsumbau angepasst.
Daneben gab es die Barkassen „Kollau“ und „Aue“ sowie den als Rundfahrtschiff konzipierten Neubau (aus den Niederlanden), die „Eilenau“ - Baujahr 1958. Neueste Zugänge waren die flachen Schiffe „Fleetenkieker“ aus 1976 und „Alsterschipper“ aus 1977.
Die Schiffe dienten bis zum Winterfahrplan 1983 / 1984 neben touristischen Zwecken vorrangig als innerstädtisches Verkehrsmittel im Tarifverbund des HVV.

In der Regel wurden für die Schiffe alle nötigen Wartungs- und Reperaturarbeiten auf der Alsterdampferwerft am Osterbek-Kanal durchgeführt. Sie verfügte damals über drei Slips um die Schiffe aus dem Wasser zu bekommen und über eine überdachte Wellblechhalle, in der die Schiffe einfahren konnten. Sie bot mindestens zwei Schiffen Platz. Heute ist nur noch ein Slip vorhanden sowie überdachte Liegeplätze. (Vielleicht weis ja jemand, wann die Werft verkleinert wurde.)

Die „Tarpenbek“ sollte am Freitag, den 3. März 1989 zur Werft nach Finkenwerder gebracht werden. Um unter der flachen Reesendammbrücke in Richtung Elbe hindurchzukommen, müssen die traditionellen Schiffe jedoch stark abgesenkt werden. Bei den Nachkriegsneubauten dienten ausgediente Bremsklötze der Hochbahn (unter deren Flagge die Alsterschiffahrt seinerzeit betrieben wurde) als Ballast, damit die Schiffe von der Elbe kommend unter der flachen Reesendammbrücke hindurch die Binnenalster erreichten konnten. In diesem Zustand liegen die Schiffe deutlich tiefer im Wasser als bei der höchst möglichen Passergierzahl denkbar - sie sind regulär überladen. Das beladen mit Bremsklötzen ist natürlich mühsam und zeitaufwendig. Deshalb entschloss man sich bei der „Tarpenbek“ für Wasser als Ballast. In den Fahrgastraum wurden überdimensionale Schläuche gebracht, welche mit Wasser gefüllt so viel Ballast bringen sollten, daß die Reesendammbrücke ohne anzuecken in Richtung Elbe passiert werden konnte.

Also Schläuche rein und Wasser laufen lassen, während die „Tarpenbek“ am Anleger Jungfernstieg vertäut war. Das Wasser läuft und der Schiffsrumpf gewinnt ganz langsam immer mehr Tiefgang. Es dauert. Aber irgendwann werden die Haltetaue, mit denen das Schiff an den Krampen am Anleger verbunden ist, zu kurz. Die „Tarpenbek“ hängt sich an der Steuerbordseite auf während die Backbordseite an Tiefgang gewinnt. Der Fahrgastraum wird zur schiefen Ebene! Die Schweren Wasserschläuche folgen der Schwerkraft und rutschen durch die Schräglage, relativ schlagartig, nach Backbord und bringen so das Schiff zum kentern.
Mit der Backbordseite im Alsterschlick liegend ragt die Steuerbordseite zum Himmel. (Siehe dazu Bilder in der Galerie.)

Am darauf folgenden Sonnabend, den 4. März wurde die „Tarpenbek“ am Anleger Jungfernstieg geborgen. Im Schlepp ging es dann zur Werft am Osterbek-Kanal. Dort verblieb das Schiff ein paar Wochen. Erst 1992 entdeckte ich das Schiff wieder. Es lag jetzt mit dem Namen „Hein Gas“ im Hochwasserbassin, parallel zur Straße Heidenkampsweg, beim Verwaltungsgebäude der Hamburger Gaswerke. Dort diente es als kleiner Konferenz- und Veranstaltungsraum. In Folge der Privatisierung der Hamburger Gaswerke zur E.On-Hanse wurden sowohl das Verwaltungsgebäude als auch die „Hein Gas“ veräußert.

Ob die „Tarpenbek“ ohne die Havarie noch auf der Alster fahren würde ist reine Spekulation. Schließlich sind „Osterbek“, „Isebek“ und sogar die verhältnismäßig junge „Rodenbek“ (Baujahr 1956) von der Alster verschwunden. Andererseits sind die beiden 1937 gebauten und im täglichen Einsatz befindlichen Schiffe „Saselbek“ und „Susebek“, nur zwei Jahre jünger als die „Tarpenbek“.

Es grüßt
der Werner

Bilder zum Thema unter: http://www.elbdampfer-hamburg.de/galeri ... 11489.html

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