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Linie 62

Neuigkeiten und Diskussionen rund um die Reederei

Linie 62

Beitragvon Werner » 11. Dezember 2014 19:19

Hallo Forum,

vom 14. Dezember 2014 an wird der neue Jahresfahrplan des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) gültig. Da bibt es eine Neuerung bei der Linie 62. Die Line wird künftig den Anleger Bubendey-Ufer bei allen Fahrten anfahren. Also auch regelmäßig von Neumühlen aus in Richtung Finkenwerder.

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Re: Linie 62

Beitragvon Reeperbahn » 12. Dezember 2014 08:53

Ist wohl ein Service für die Shipspotter, die da gerne stehen! ;)

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Re: Linie 62

Beitragvon MPG1 » 12. Dezember 2014 13:39

Klasse.

Für unser Büro, das von 1999 bis 2008 im Alten Hamburger Jachtclub war, nur zu spät. Aber bei den Mitarbeitern hat es ja trotzdem meist geklappt, dass der Käptn sie rausgelassen hat.
Viele Grüße
Michael

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Re: Linie 62

Beitragvon Werner » 28. Juni 2016 16:45

Hallo Forum,

wie sowohl NDR 90,3 als auch das Hamburger Abendblatt berichten, soll die zulässige Fahrgastzahl der Schiffe auf der Linie 62 von 250 auf 350 erhöht werden. Auch beabsichtigt man den Fahrplantakt im Sommer an den Wochenenden von 15 Minuten auf 10 Minuten zu verdichten.

http://www.abendblatt.de/nachrichten/ar ... giere.html

Eine Verdichtung des Taktes kann ich ja noch verstehen und ist mit Sicherheit eine Attraktivitätssteigerung. Die höhere Fahrgastkapazität jedoch halte ich für diskussionswürdig.

Schon jetzt ist es so, daß an schönen Sommerwochenenden das Oberdeck derartig belegt ist, daß eine Sicht auf Elbe oder Elbufer kaum noch möglich ist. Das ist für Berufspendler sicherlich nicht so wichtig - für Touristen oder Tagesausflügler aber nicht schön. Der Fahrgastraum auf dem Hauptdeck bietet auch auf den wenigsten Plätzen eine gute Sicht. Zudem ist die Luft dort (gerade an sehr warmen Tagen) nicht die beste. Wenn die Schiffe mit 300 oder gar 350 Personen besetzt sind, dann ist die Fahrt kein Vergnügen mehr - nur noch ein Gedrängel.

Vor noch nicht langer Zeit bekam die HADAG Ärger, weil die Fahrgastzahlen an Bord der Linie 62 angeblich zu hoch waren. Wo sind die Sicherheitsbedenken geblieben?
Wie währe es einfach mit ein oder zwei größeren Schiffen? Eventuell zeitgemäße Ausflugsschiffe, die man auch im Niederelbedienst bis Lühe und (wenn man es will) darüber hinaus einsetzen könnte.

Es grüßt
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Re: Linie 62

Beitragvon Reeperbahn » 28. Juni 2016 17:20

Wie (jedenfalls früher) das Ungeheuer von Loch Ness, taucht auch jedes Jahr in den Medien die Linie 62 auf. Immer geht es darum, dass sie überfüllt ist bzw. der hochsaisonale Bedarf nicht gedeckt werden kann. Daran werden auch die jüngsten Forderungen nichts ändern. Eine Verdichtung des Taktes setzt voraus, dass genügend Schiff vorgehalten werden. Die gibt es aber nicht. Dann erhöht das natürlich die Betriebs-, vor allem aber die Personalkosten des ohnehin stark defizitären Verkehrsbetriebes.

Neubauten? Kommen müssen sie irgendwann, die Flotte ist ja schon lange nicht mehr die jüngste. Wenn dann noch die Linie zur HafenCity verlängert wird, geht es nicht mehr ohne Zuwachs bzw. Erneuerung. Dann muss aber Hamburg das Steuersäckel aufmachen.

Touristik ist nicht Aufgabe oder gar Kerngeschäft der HADAG, deshalb ist z. B. Niederelbeverkehr über das derzeit existierende Angebot hinaus nicht denkbar.

Mein Traum war es ja schon lange, dass mind. zwei der 2000er verlängert und auf LNG-Betrieb umgerüstet werden. Letzteres passt zum Bestreben, den Hafen umweltfreundlicher zu machen und erlaubt eine höhere und gleichzeitig komfortablere Passagierkapazität. Realistisch ist das aber wohl nur, wenn die Maxi-2000er dann mit zwei Mann besetzt werden. Mit nur einem Mann (Gastro zähle ich mal nicht mit!), möchte ich mir schon jetzt mit 'nur' 250 Paxen an Bord keinen Notfall vorstellen.
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Re: Linie 62

Beitragvon MichaelS » 28. Juni 2016 19:06

Moin Zusammen,

ich hatte aufgrund des ja auch in den News erwähnten Artikels heute ein Gespräch mit Frau Müller-Remer und Herrn Tiews. Hier eine kleine Zusammenfassung:

Die HADAG möchte mit der bestehenden Flotte ihr Angebot d.h. ihre Passierbeförderungszahlen verbessern, gerade wegen der recht hohen Anzahl an "Besetztmeldungen" (siehe Artikel). Die grundlegende Idee dazu stammt schon aus der Zeit der Olympiabewerbung.

Über Neubauten wurde nicht gesprochen, halte ich aber für das momentane Liniennetz und der Haushaltslage Hamburgs für eher unrealistisch. Wenn die Erweiterung in Richtung Elbbrücken kommt mag das anders aussehen. Was die eine verbesserte Umweltfreundlichkeit der Flotte angeht ist ja gerade was in Arbeit, auch wenn es kein LNG ist.


Hauptsächliche Problemschwerpunkte sind die Wochenenden. Hier reicht die vorhandene Flotte aus um diesen Takt anzubieten. Die erhöhten Personal- und Betriebskosten sind einkaluliert. Auch Liegeplätze an den Landungsbrücken sind am Wochenende vorhanden, da ja nicht alle Linien fahren.

Was die 350 Passagiere angeht, die Sicherheits- und Stabilitätsberechungen gäben für die Typ 2000 Fähren noch eine höhere Zahl an Passagieren her. Natürlich werden die Sicherheitssysteme angepasst und die Besatzungen regelmäßig geschult. Die 250 Passagiergrenze ist eine Vorgabe aus dem Einmann-Betrieb und hat nichts mit der Stabilität bzw. realen Kapazität der Schiffe zu tun. Es wird diese Kapazitätserhöhung nur zu sehr begrenzten Zeiten geben.

Was den Komfort angeht, wenn viel los ist hat man dann die Wahl zwischen volleren Schiffen oder zu warten und das nächste zu nehmen. Ist ja an der Bushaltestelle auch nichts anderes ;) und die Linie 62 ist in erster Linie Nahverkehr, nicht Tourismus. Wer einen schönen, touristischen Elbblick haben möchte, darf gerne den Elb-Hüpfer nutzen ;)

Gruß
Michael

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Re: Linie 62

Beitragvon Werner » 28. Juni 2016 21:44

Hallo zusammen,

HVV und Tourismus. Das ist durchaus etwas, was zusammen gehört. Nicht nur, daß in vielen Reiseführern die Linie 62 als günstige Hafenrundfahrt erwähnt wird. Selbst der HVV bietet seine Verkehrsmittel den Touristen und Ausflüglern an. Zum einen gibt es die Hamburg-Card, die vorrangig ein Angebot an Touristen ist. Und sie ist als HVV-Fahrkarte eben auch für die Linie 62 gültig.

http://www.hvv.de/fahrkarten/einzelkart ... mburgcard/
http://www.hamburg-tourism.de/suchen-bu ... burg-card/

Zum anderen bietet der HVV seine Verkehrsmittel auch zu touristischen Zwecken an. Dazu gehört nicht nur die U3 zwischen Landungsbrücken und Baumwall. Auch die Buslinie 111 zählt zwischen Altona und Hafencity-Universität zu den touristisch interessanten Linien.

http://www.hvv.de/ueber-uns/presse/pres ... Gruene.php

Natürlich fährt ein Großteil der Fahrgäste mit der Linie 62 spazieren und möchte einen Blick auf Elbe und Elbufer haben. Zumindest alle, die in Finkenwerder nicht aussteigen oder in die 64 umsteigen. Und man stelle sich bitte mal vor, wenn nur 10% der Fahrgäste, die an einem bombigen Wochenende auf der Linie 62 unterwegs sind, auf den Elbhüpfer umsteigen würden. Dann ist der Elbhüpfer ebenso überfüllt und man sieht wieder nichts.

Eventuell währe es Sache des Senats dafür zu sorgen, zum Ansehen der Stadt einen attraktiven Ausflugsverkehr auf der Elbe anzuregen. Eine Initiative dazu gibt es doch in Blankenese. Und wenn von privater Seite nichts kommt ist die Staatsrederei HADAG doch nichts falsches.

Zurück zur Linie 62:
Es wird einen Grund haben, weswegen die 2000er nur für 250 Personen zugelassen sind. Wie währe es mit einem Eintrag ins Guinness-Buch? Sicherlich kippt das Schiff auch bei 500 Paxen nicht um. Aber im Ernst - gerade am Wochenende sind viele Fahrräder an Bord. Und dann lass mal was irgend was an Bord passieren (Herzinfarkt, Platzangstpanik oder Sturz auf der Treppe mit Beinbruch). Dann ist das Geschrei in der Presse groß.

Zudem erinnere ich hieran (vom 18. September 2012):
MichaelS hat geschrieben:Moinsen,

ich möchte noch einige Sachen dazu bemerken:

Erstens: Safety first, also natürlich sollten nie mehr als 250 Menschen an Bord eines Bügeleisens sein. Hier setzt die HADAG jetzt -nach einer Pressemeldung von heute Nachmittag- zusätzlich auf Manpower, die diese Höchstzahl überwachen sollen. Das Zählsystem wird überprüft.

Zweitens: Die hohe Passagierzahl in den Spitzenzeiten zeigt doch sehr eindeutig, dass der Bedarf an Beförderungsplätzen höher ist als das Angebot. Dafür spricht u.a. ja auch dass Passagiere zum Teil in Finkenwerder nicht mehr zusteigen konnten, bzw. viele Passagiere die nach Finkenwerder wollen schon an den Landungsbrücken Richtung Sandtorhöft einsteigen, beides selber schon erlebt bzw. praktiziert.

Daher sollte man, so finde ich, diesen unglücklichen Anlass -ob nun mehr Passagiere an Bord waren als erlaubt oder nicht-
dazu nutzen der Argumentation folge zu leisten den Nahverkehr auf dem Wasser auszubauen und die HADAG die Möglichkeit geben ihre Passagierkapazität auszubauen sei es nun durch Neu- oder Umbauten. Auf Bus- oder Bahnlinien werdn ja auch Verstärker eingestetzt, nur gibt die jetzige Flotte der HADAG nicht allzu viel Reserve her, das sollte geändert werden.


Ein Zählsystem bringt nicht mehr Sicherheit - es kontrolliert nur eine wie auch immer vorgegebene Zahl.

Es grüßt
der Werner

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Re: Linie 62

Beitragvon MPG1 » 29. August 2016 07:28

Hallo,

was war denn am Samstag Abend los ?
Als wir gegen 20 Uhr von Neumühlen nach Finkenwerder wollten, führen als Linie 62 die Altona und die Neuenfelde im Abstand von nur 2-3 Minuten, und in unserer Richtung war dann die Reiherstieg unterwegs. Fand ich sehr ungewöhnlich auf der Linie 62. Wurde teilweise auch schön nass, allein durch Durchfahren der Wellen des gerade von der Lotsenstation beschleunigenden Lotsen3 (kann auch 4 gewesen sein).
Waren die Bügeleisen alle mit Musical-Shuttle beschäftigt, oder was war da los ?
Viele Grüße
Michael

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Re: Linie 62

Beitragvon Nala » 29. August 2016 21:05

Mal einige Erklärungsversuche:

-Hafenrundfahrt: event. Verstärkungen der Harufa der KIRCHDORF durch 1-2 2000er, die dann wiederum auf der Linie ersetzt wurden? (laut Fahrplan keine Fahrt um diese Zeit, jedoch mögliche Zusatzfahrten)
-Niederelbedienst: Letzte Woche Defekt der JAN MOLSEN, die ev. wieder durch WB/FSTEIN ersetzt wurde die wiederum auf Linie fehlte? (wenn auch unwahrscheinlich gegen 20 Uhr)
-Weiterer Ausfall: Eventuell weiteres Schiff(e) defekt/Werftaufenthalt/Charter das auf Linie fehlte?
-zusätzlich zu dieser Zeit insgesamt 2-3 Schiffe für den Musicaldienst zu den beiden(!) Theatern, also relativ lange eingebunden, da die Vorstellungszeiten versetzt sind.

Wenns dann so wie am Samstag noch super Wetter+in vielen Bundesländern Sommerferien sind wird ja auch noch die 62 verstärkt werden müssen. Daher kann es auch sein das die "Wochenendfreihaber" sowie ALTONA/NEUENFELDE/REIHERSTEIG zum Zuge kommen um zu verstärken.

Da wird dann eben gefahren was geht, da du ja auch von einem 2-3 Minutentakt gesprochen hast.

Mal ein klitzekleiner Versuch das darzustellen( sehr grob überschlagen gg. 20 Uhr)

Linie 61: 0 Schiffe, nächste Fahrt erst um 21:40 ab LB
Linie 62: 4-5 Schiffe, Umlaufzeit 58min. , Taktung 15minütig
Linie 64: 1 Schiff, Umlaufzeit 17min. , Taktung 30minütig
Linie 72: 1 Schiff, Umlaufezeit 21min. , Taktung 30minütig
Linie 73: Kein Betrieb
Linie 75: Kein Betrieb
Musical-Dienst: 2-3 Schiffe
ev. Hafenrundfahrt: 1 Schiff?
SUMME: ca. 11 Schiffe (Fähre CRA-BLA ganz ausgenommen, da keine Schiffrochade mit anderen Linien)

...wenn man jetzt noch bedenkt das die Realität nicht so schön wie in meinen einfachen Rechnungen abläuft, und man Verspätungen, Verstärker, Pausenzeiten, Ein und Aussetzfahrten berücksichtigt kommt man ziemlich wahrscheinlich auf einen sehr viel höheren Bedarf.
Da kommt es dann wahrscheinlich schon mal vor, dass an einem Spitzentag wie diesem Samstag mal ungewöhnliche Schiffe zum Einsatz kommen.

Ich hoffe ich konnte helfen :-)

Nala
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Re: Linie 62

Beitragvon MichaelS » 30. August 2016 17:22

Moin Zusammen,

ich bin ja erst kurz aus dem Urlaub zurück, aber beim googeln fand ich diesen recht polemischen Artikel http://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg/tuersteher-an-den-hafen-faehren-47542654.bild.html, der aber aussagt, dass z.Zt. 3 2000er in der Werft sind. Spekulieren lass ich lieber ;)

Gruß
Michael

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