Bauwerften der Typschiffe

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Reeperbahn vor 13 Jahre, 1 Monat.

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    imported_chris
    Mitglied

    Moin,

    ich hab ein paar Lücken, was die einzelnen Bauwerften der Typschiffe angeht.
    Kann mir jemand sagen, auf welchen Werften folgende Typ-II-Schiffe gebaut worden sind:

    Harburg, Schulau, Vierlanden, Stadersand, Falkenstein, Steinkirchen

    Grüße, Christian

    #70911

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Hier die fehlenden Informationen:

    DES Harburg: 1953 als Baunr. 31 von Buschmann (wie beim Schwesterschiff Altenwerder (I) fehlt der Sonnenschutz über den Frontfenstern des Rauderhauses, daran waren beide gut zu erkennen.)

    DES Falkenstein: 1955 als Baunr. 790 von Blohm + Voss (im Grunde wurde die Falkenstein auf der Kai von B+V zusammengebaut; eines der wenigen Fährschiffe von einer sogenannten Großwerft)

    DES Schulau: 1955 als Baunr. 814 von der Norderwerft (wie das Schwesterschiff Vierlanden hatte die Schule als einziges Schiff dieses Typs eine hydraulische Ruderanlage; das Steuerruder war im Unterschied zu allen anderen Schiffen nicht aus Holz, sondern aus Edelstahl…“elende Kurbelei…“)

    DES Vierlanden: 1955 als Baunr. 43 von Theodor Buschmann (vgl. Schulau)

    DES Steinkirchen: 1955 als Baunr. 75 von Pohl & Jozwiak (von der legendären Dampferwerft; spätere Altenwerder (II))

    DES Stadersand: 1955 als Baunr. 479 bei Ottensener Eisenwerke (lange Zeit zusammen mit den Zweitaktern Ottensen und Othmarschen in Finkenwerder stationiert; erster „Vierhunderter“ mit weißem Rumpf und roten Wasserpaß am Vorschiff; Begleitfahrten zur Kieler Woche)

    Es grüßt und hofft geholfen zu haben

    Michael

    #70912

    imported_chris
    Mitglied

    Die Vierlanden hatte dann auch ein Edelstahl-Steuerrad?

    Gruß, Christian

    #70913

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Jepp!

    Vierlanden und Schulau waren in jeder Hinsicht relativ baugleich. Alle anderen Typ-Schiffe hatten wie gesagt Holzruder, zunächst jedoch mit freien Enden, so wie sich Hein Seemann  😉 ein Steuerruder auf der Brücke eines Schiffes vorstellt. Anfangs waren diese noch mit einer ausklappbaren Handkurbel versehen. Leider blieb dieser Griff gelegentlich ausgeklappt – begann das Ruder dann kräftig zu rotieren, was mit etwas Schwung sehr leicht ging, wirbelte eine handfeste Verletzungsgefahr durch die Luft. Daraufhin wurden die Griffe demontiert oder eingeklappt festgesetzt. Die Ruder liefen dann, erst einmal in Schwung gebracht, natürlich immer noch sehr schnell. Beim Drehen in engen Hafenbecken ging das Hart-Ruderlegen damit sehr fix, ich behaupte schneller als mit jedem E-Ruder! Bei den hydraulischen Anlagen mußte wirklich bis zum Schluß gekurbelt werden, da keine nennenswerte Schwungmasse beschleunigt wurde.

    Es blieben zunächst die offenen Enden (Nocken) der Holzsteuerräder. Nachdem sich mehrere Schipper daran verletzten und mindestens einer wohl sogar ohnmächtig wurde, erhielten alle Schiffe einen hölzernen Ring außenherum. Und eben den hatten die Schulau und Vierlanden schon zu Beginn…

    Gruß

    Michael

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