Diesel elektro antrieb

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Reeperbahn vor 7 Jahre, 4 Monate.

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    rohanseat
    Mitglied

    An den verfasser der technischen ausführung für DE schiffe die bitte nicht böse zu sein.– 😉
    Leider ist es nicht so einfach wie beschreiben.–
    Der hauptmotor treibt einen elektro generator an und der dieselmotor läuft mit konstanter drehzahl.-Der antriebs elektro motor fordert entsprechend seiner geforderten leistung /drehzahl/ strom vom generator ab und gibt die kraft über getriebe und propellerwelle an die schraube weiter.—Damit ergab sich ein sehr hohes drehmoment was besonders im eis wichtig ist.-Ein elektromotor -ähnlich der dampfmaschiene- gibt eher seinen geist auf als das er sich abstellt wie zb ein dieselmotor.
    Ein sehr gutes system was sich besonders in der eisfahrt in der ostsee und auch im Hamburger hafen im winter bewährt hat.–Leider war die zeit technisch damals noch nicht reif für was heute als „hybrid-antrieb“ bezeichnet wird.Insbesondere der brennstoff verbrauch und das enorme gewicht der gesamten anlage hat das system zu teuer gemacht.-Ich selber habe auf der MS „Burstah“ so etwas gefahren und feierte widersehen auf dem „Großer Michel“ im jahre 1999 mit diesem DE system.
    Ich erinnere mich auch immer noch an den spruch wenn der hafen vereist war und wir aufs schiff warteten was uns zur werft bringen sollte: „Der Große Michel kommt“.

    #78966

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Naja, ganz so einfach ist es auch wieder nicht 😉 . Die Hauptmaschinen der DE-Schiffe der HADAG haben zwei Betriebszustände, den lastfreien Leerlauf und die lastabhängige Betriebsdrehzahl. Dazu haben/hatten alle DES‘ einen Kurbeltrieb (Typ II und III) bzw. einen Hebel (Typ 0 und I) im Ruderhaus, mit dem die Drehzahl von dem einen zum anderen Zustand gewechselt wurde. Erst wenn die Betriebsdrehzahl erreicht ist, kann mit einem elektrischen Schalter der Betrieb des Elektro-Fahrmotors aufgeschaltet werden. Natürlich kann/konnte man im Maschinenraum die Maschine ebenfalls hochfahren, doch in Regelbetrieb macht/-e der Schiffsführer das von oben. Und dann erhöht sich die Drehzahl des Diesels je nach gewählter Fahrstufe, was unschwer am Schornsteinsound zu erkennen ist/war.

    #78967

    rohanseat
    Mitglied

    Selbst verständlich war die bedienung von der brücke.Das war ja ein weiterer vorteil das der maschinentelegraph entfiel und ohne verzögerung gefahren werden konnte.-Ich selber habe auf der MS Burstah dem Kapitän sein spielzeug aus der hand genommen weil er nur voll voraus – voll zurück kannte.Dann fuhren wir aus dem „kohlenkeller“ und die schäden wurden reichlich weniger.Aber wie ich weiß ind die motorenanlagen der DE typen der HADAG wesentlich robuster gewesen.
    Nur total wissenschaftlich wollte ich es nicht machen.–Das überlasse ich lieber den pingeligen.–Aber immerhin ist de DE antrieb ja nicht verloren gegangen wie die vielen ablegervarianten zeigen.–Azimut , Rimtruster etc.
    Mal sehen was sich da dann auf der elbe entwickelt. >:D

    #78968

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Hört-Hört!! ::)

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