Fahrpläne

Dieses Thema enthält 81 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  MichaelS vor 7 Jahre, 1 Monat.

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  • #72417

    Reeperbahn
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    Hier ist noch einer, so langsam schließen sich die Lücken…

    #72418

    Reeperbahn
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    Gleichzeitig zu den bebilderten Fahrplänen erschienen in den 50er und 60er Jahren kleine Fahrplanhefte für die Westentasche im ca.-Format DIN A7. Ich beginne hier mit einigen Ausgaben, es folgt ein kompletter Fahrplan…

    #72419

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Und hier nun exemplarisch der Fahrplan von 1957. Bemerkenswert sind u. a. die Linienbezeichnungen nebst zugehöriger Flaggenkennung. Die Flaggen für den Mast am Bug waren aus Blech und mußten natürlich bei Routenwechsel getauscht werden. Die Harburger Linie bediente damals noch den Anleger Maakendamm am Eingang des Köhlbrandes, dort, wo jetzt der Elbtunnel auf Waltershofer Seite im Erdreich verschwindet. Dieser Anleger wurde auch von der Finkenwerder-Linie zeitweise angefahren.

    #72420

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Fähre I, II, III und IV bedienten die sogenannten oberen Häfen ab Sandtorhöft bzw. damals teilweise noch Großer Grasbrook…

    #72421

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Fähre V, das war der Pendelverkehr in den Fährkanal, der vor allem den Werftarbeitern bei Blohm + Voss diente. Die wohl berühmteste Hafenfähre der Welt war früher ganz ohne Zweifel die Fähre VII! Es gibt sogar ein Buch darüber. Die Verlängerung dieser Linie mit der Fähre VIII wurde später (in den späten 60er Jahren, glaube ich) eingestellt, dafür gingen einige Fahrten der Fähre VII bis Oderhöft und mittags gab es eine Abfahrt ab Sandtörhöft, deren tiefere Sinn sich mir nie erschlossen hat, denn das Schiff war praktisch immer leer…

    Fähre IX war eigentlich nur ein Zubringer.

    #72422

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Bleibt noch die Reiherstieg-Linie, die als einzige ab Baumwall fuhr, also direkt unterhalb des U-Bahnhofes. Das war erforderlich, weil diese Linie nicht im Freihafen anlegte, sondern bis Wilhelmsburg durchfuhr. Hier wurden vorwiegend die klassischen Plätteisen (Typen 0 und I) eingesetzt. Bei starkem Hochwasser mußten die Schiffe den Umweg über den Köhlbrand nehmen, was nur sehr selten der Fall war, die Fahrtzeit aber beträchtlich verlängerte.

    Weniger als Liniendienst, vielmehr als eine Art frühes Wassertaxi ist der Jollenführer-Dienst zu verstehen. Gleichwohl gab es einen verläßlichen Fahrplan, aber angelegt wurde direkt an den im Strom (an den Dalben) liegenden Seeschiffen. Zu diesem Zweck hißte man dort die Jollenführer-Flagge und die Barkasse ging bei ihrer nächsten Runde längsseits. Bezahlt wurde direkt beim Schiffsführer, der seine Barkasse zumeist mit dem Heck an die Gangway des Seeschiffes manövrierte. Dazu hatten die Barkassen alle ein begehbares Heck mit einer zentralen Haltestange, die bis heute auf vielen Barkassen zu sehen ist. Die Hafenarbeiter (Schauerleute) stiegen nämlich ebenfalls über das Heck ein und aus.

    #72423

    Faehre
    Mitglied

    @reeperbahn wrote:

    Weniger als Liniendienst, vielmehr als eine Art frühes Wassertaxi ist der Jollenführer-Dienst zu verstehen. Gleichwohl gab es einen verläßlichen Fahrplan, aber angelegt wurde direkt an den im Strom (an den Dalben) liegenden Seeschiffen. Zu diesem Zweck hißte man dort die Jollenführer-Flagge und die Barkasse ging bei ihrer nächsten Runde längsseits. Bezahlt wurde direkt beim Schiffsführer, der seine Barkasse zumeist mit dem Heck an die Gangway des Seeschiffes manövrierte. Dazu hatten die Barkassen alle ein begehbares Heck mit einer zentralen Haltestange, die bis heute auf vielen Barkassen zu sehen ist. Die Hafenarbeiter (Schauerleute) stiegen nämlich ebenfalls über das Heck ein und aus.

    Das kenne ich auch noch. Mußte mal als junger Spund eine komplette Schweißaurüstung ohne Flaschen an Bord eines Frachters bringen, Das war schon abenteuerlich. Aber das gute war, die Barkasse kam erst in einer Std. wieder. So blieb genügend Zeit, denn der Käpitän spendierte was zu futtern. Kurze Besichtigung der Maschine war auch noch drin. Das hat mich damals schwer beeindruckt.

    Gruß
    Dieter

    #72424

    Reeperbahn
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    Der Sommerfahrplan 1958 enthält nur wenige Bilder von Hadag-Schiffen, dafür relativ viel Werbung. Doch dazu werde ich demnächst eine eigene, kleine Rubrik öffnen.

    #72425

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Nur sehr selten wurden Mitarbeiter, hier Kapitäne, der Hadag namentlich oder gar mit Foto erwähnt, obwohl es etliche küsten-bekannte Kap’täne bei der Hadag gab. Und die Aufnahme der „Bunte Kuh“ zeigt einmal den sonst selten so gut zu erkennenden, schönen „Salonerker“ unter dem Steuerhaus.

    #72426

    Reeperbahn
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    1959 machte der Sommerfahrplan gleich mit einer ganzen Reihe von stilisierten Typschiffen auf! Im Inneren weiter viel Reklame, aber auch einige Bilder von der Flotte. Und natürlich seitenlange Fahrpläne des Seebäderdienstes.

    #72427

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Den „Molsen“ wollte man wohl nicht in der alten Ansicht zeigen, daher die nach meinem Empfinden wenig gelungene „Artist-Impression“. Bei der „Alte Liebe“ hielt man sich dann doch ans Original. Der Fahrplanauszug kann einen Eindruck vom Rest der vielen Seiten (über 60!) machen.

    #72428

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Einige, wenige Typschiffe sind dann aber auch noch dabei…

    #72429

    Reeperbahn
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    Weiter geht es mit dem Sommerfahrplan von 1960…

    Hier ist dann auch der gute, alte „Molsen“ im neuen Gewande abgebildet.

    #72430

    Reeperbahn
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    Mit einigen Typschiffen…

    #72431

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Und mit einer eher seltenen Aufnahme der „Volksdorf“ bzw. einem Jollenführer auf Hafenrundfahrt – wie auf der vorangegangenen Seite im HaRuFa-Fahrplan schon hervorgehoben wurde. Offensichtlich wurde man der drängenden Konkurrenz der Barkassen überdrüssig, denn wenig später gingen mit „Max“ und „Moritz“ zwei eigene, speziell gebaute Rundfahrtbarkassen an den Start. Um alle 30 Minuten eine Abfahrt anbieten zu können, kam später die „Plisch & Plum“ hinzu…

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