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Geschwindigkeitsbegrenzung für den Hamburger Hafen

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  kalleall vor 6 Jahre, 2 Monate.

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  • #70600

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Forum,

    künftig soll ein Tempolimit von 10 Knoten für den Hamburger Hafen gelten http://www.ln-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-im-Norden/Im-Hamburger-Hafen-gilt-jetzt-Tempolimit-von-zehn-Knoten.

    Damit dürfte der Fahrplan der HADAG Fähren überarbeitet werden dürfen und die Anschaffung von LOTSE 3 und LOTSE 4 wohl ziemlich sinnlos gewesen sein…

    Gruß
    Michael

    P.S.: Der erste April war schon, oder ;D ?

    #79152

    Bubi
    Mitglied

    Die Lotsen bekommen bestimmt wieder irgendwelche Sonder rechte >:(

    #79153

    MPG1
    Teilnehmer

    Na, ich schätze mal, dass die Lotsen nicht als kommerzielle Schiffe einegstuft werden, so dass bei denen die Geschwindigkeitsbeschränkung nicht gilt.

    Hauptgrund für die Geschwindigkeitsbeschränkung ist ja wohl die Verringerung von Wellenschlag zugunsten der Uferbefestigungen. Und da sind Lotse3 und 4 selbst bei AK recht harmlos im Vergleich zu
    – Schlepper
    – Lotse 1 und 2
    – Bügeleisen und andere HADAG-Fähren
    – Rundfahrtbarkassen
    (Reihenfolge nach abnhemender Wellenverursachung, selbst ermittelte subjektive Wahrnehmung 🙂 )

    #79154

    tobsber
    Mitglied

    dir Fähren und Schlepper und schon gar nicht die Barkassen verursachen solchen Wellenschlag das die Geschwindigkeit gedrosselt werden muss.
    Denn die laufen doch höchstens 12 Knoten.
    Das sind einzig und allein die Seeschiffe.

    Bernd

    #79155

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    „Die Seeschiffe“ sind aber wohl nur die Grimaldis, deren Frachter für gewöhnlich recht forsch aufkommen. Und vielleicht ein paar Feeder, alle anderen Seeschiffe sind gewiss langsamer im Hafen unterwegs. Wenn die HADAG-Fähren gegen die Tide fahren, verursachen sie den größten Schwell, fahren dann aber über Grund sicher kaum mehr als 10 Knoten. Insofern ist diese Regelung ein wenig absurd. Die Lotsen werden zur Aufrechterhaltung des sicheren Verkehrs auf der Elbe eine Sondergenehmigung erhalten. Was bleibt für die HADAG-Linien und den Pendelverkehr für Airbus? Wie auf den guten alten Typschiffen (Typ III) die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit! Aber wohl nur, wenn es mit der Tide geht. Durch die Teilung der Linie 62, dürfte das Fahrplanproblem unter Umständen gar nicht so groß sein, selbst wenn auf einem Weg eine kleine Verspätung eingefahren wird.

    Vielleicht sollten die 2000er zum Bugwulst noch ein Ducktail bekommen – das hilft nämlich den achtern entstehenden Schwell zu verringern. 😉

    #79156

    MPG1
    Teilnehmer

    @tobsber wrote:

    dir Fähren und Schlepper und schon gar nicht die Barkassen verursachen solchen Wellenschlag das die Geschwindigkeit gedrosselt werden muss.
    Denn die laufen doch höchstens 12 Knoten.
    Das sind einzig und allein die Seeschiffe.

    Bernd

    Das ist definitiv falsch.
    Da habe ich einige Erfahrung mit meinem Tuckerboot im Hamburger Hafen und weiss genau, wer welche Wellen produziert. Da sind die großen Seeschiffe, die im Hafenbereich sowieso meist langsam bis sehr langsam unterwegs sind (Grimaldi und einiger wenige Feeder mal ausgenommen), bzgl. des Wellenschlages tatsächlich kein Problem.
    Meine oben aufgeführte Liste entspricht so ziemlich meinen Erfahrungen.

    #79157

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Zusammen,

    ich denke man muss zwischen oberflächlichen Wellen und Schwell unterscheiden. Wellen machen die kleinen Schiffe auch, der Schwell bei dem größere Mengen Wasser bewegt werden und die Beschädigung der Uferbefestigung sicher größer sind wird eher von größeren Fahrzeugen verursacht.

    Was die Fahrpläne angeht, mag ja sein, dass es im Normalbetrieb gehen kann, aber wenn ich mich recht erinnere sind die Fahrpläne schon recht eng und wenn ich nur 10 kn habe um evtuelle Verpätungen aufzuholen…. ::) .

    Übrigens bedeutet diese Beschränkung auch das Ende jeglicher Gedanken auf eine Nahverkehrsnutzung der Niederelbe. Wenn ich bis zur Hafengrenze -also Wedel- 10 kn fahren muss, ist jede Landalternative leider besser…

    Gruß
    Michael

    #79158

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Was die Verspätungen angeht, so muss doch in der 62 Zeit genug sein, nachdem nicht mehr bis zum Sandtorhöft gefahren wird. Oder wurde die Taktfrequenz gleichzeitig erhöht? Und dann wäre mal interessant zu erfahren, unter welchen Umständen und wo genau denn der Schwell zu Schäden geführt hat – oder ist das eine prophylaktische Maßnahme? Zur Vermeidung etwaiger Kosten sicher sinnvoll, aber nur, wenn es einen begründeten ‚Verdacht‘ gibt, meine ich.

    #79159

    kalleall
    Teilnehmer

    Nein, die Taktfrequenz wurde nicht erhöht. Und die Limitierung der Anzahl der Fahrgäste wird mittlerweile ziemlich strikt gehandhabt. So daß die Fähren im Vergleich zu noch vor einem Jahr ziemlich leer sind. Das dürfte eher für eine geringere Verdrängung sprechen. Fähren, die Motorbootrennen spielen, sind mir bislang auch noch nicht untergekommen. Die Erosion der Uferbereiche hat im übrigen auch andere Ursachen und eine davon ist die Elbvertiefung, nicht die erst geplante, sondern die, die durch die Strömungsverhältnisse jetzt schon existierende. Je tiefer das Wasser, desto größer die Erosion und desto höher die Sturmfluten.

    #79160

    MichaelS
    Keymaster

    Moin,

    es bleibt noch nachzutagen, dass das Tempolimit inzwischen nicht mehr für die HADAG Fähren gilt, u.a. im aktuellen Fährmann ag-binnenfaehren.lima-city.de/Faehrmann_003%20Juli%202013.pdf
    nachzulesen 😉

    Gruß
    Michael

    #79161

    kalleall
    Teilnehmer

    Na, mal ’ne erfreuliche Nachricht. Offensichtlich hat man sich wieder auf die Realitäten besonnen. Und die neue Fähre wird auch gut angenommen.

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