Niederelbe-Verkehr

Dieses Thema enthält 210 Antworten und 22 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Christian Hinkelmann vor 4 Wochen, 1 Tag.

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  • #71019

    Anonym

    @chris wrote:

    Die Max Brauer ist mir auch bis heute ein Rätsel, bzw. warum die Hadag sie bauen ließ.
    Nicht Fisch nicht Fleisch. Für den Hafenverkehr zu groß – und im Ausflugsverkehr kam sie ja irgendwie auch nie so richtig zum Zug.
    Dabei wurde das Schiff so vollgestopft mit Möglichkeiten. Aber irgendwie krankt die Fähre gerade daran, dass sie für möglichst ALLE Einsatzgebiete perfekt sein soll und dadurch keinem Anspruch so richtig gerecht wird….

    Ich bin aber auch gespannt, wer künftig auf der Niederelbe unterwegs ist. Wahrscheinlich sowas in Richtung „Falkenstein“ o.ä. Ich bin der Meinung, dass ich von diesem Typ diesen Sommer auch schon mal ein Schiff Richtung Lühe hab fahren sehen.

    Dass die Niederelbefahrten ganz eingestellt werden, kann ich mir nicht vorstellen…

    [/quote]

    Der Max Brauer wurde 1980 Ursprünglich mal für die Helgoland Tour sowie die Elbe hinauf bis Dresden gebaut.
    Das erklärt auch das Teleskopruderhaus mit Dachluke (für die tiefen Brückendurchfahrt) und auch die Schotten die man bei der Überseefahrt schließen konnte.

    Der Max Brauer besaß auch ursprünglich einmal Rettungsboote sowie Rettungsinseln die auf dem Oberdeck angebracht waren.

    Der Brauer fuhr genau einmal nach Helgoland danach kam eine Auflage dass das nur noch bis Windstärke 3 die See überqueren durfte.
    Da auf der See öfteren mit mehr Windstärken zu rechnen ist lohnte sich dies nicht mehr für den Brauer.
    Man darf ja nicht vergessen das der Brauer erst mal ne große Angriffsfläche hat und auch nur wenig Tiefgang von ca. 1,50 Meter.

    Es gab bzw. gibt ein Schwesterschiff und zwar den Adolf Schönfelder. Heute heißt er Adler Vineta fährt zwischen Usedom – Swinemünde/PL. Das Schiff wurde 1981 gebaut.

    Siehe hier:
    http://www.ruegen-schifffahrt.de/adlerschiffe.php

    #71020

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Der Max Brauer wurde 1980 Ursprünglich mal für die Helgoland Tour sowie die Elbe hinauf bis Dresden gebaut.
    Das erklärt auch das Teleskopruderhaus mit Dachluke (für die tiefen Brückendurchfahrt) und auch die Schotten die man bei der Überseefahrt schließen konnte.

    Der Max Brauer besaß auch ursprünglich einmal Rettungsboote sowie Rettungsinseln die auf dem Oberdeck angebracht waren.

    Der Brauer fuhr genau einmal nach Helgoland danach kam eine Auflage dass das nur noch bis Windstärke 3 die See überqueren durfte. [/quote]

    Naja, 1980 war an eine Reise bis Dresden wohl nicht zu denken  ::) – und auch später nicht. Allerdings sollten SCHÖNFELDER und BRAUER zur Oberelbe nach Geesthacht, Lauenburg und Scharnebek fahren können, so wie MOLSEN und (seltener) ALBERS es zeitweise taten. Und nach Helgoland wollte die Hadag beide Schiffe ernsthaft ebenfalls nicht wirklich einsetzen. Beide Schiffe wurden sozusagen im Bundle mit der ASTOR von HDW gebaut – und Großwerften sind selten gut im Bau vergleichweise kleiner Schiffe. Da konnten die Eierlegenden-Wollmich-Säue kaum etwas werden. Die Rettungsbootsdavits und die Rettungsinseln standen auf dem Zwischendeck, das Oberdeck war zunächst gar nicht begehbar. Für Oberelbefahrten mußten sie komplett demontiert werden, was enorme Kosten verursachte. Standen sie aber an Deck, gab es kaum Platz für Fahrgäste auf dem Freideck. So kam man erst später auf die Idee, das Dach des oberen Salons begehbar zu machen. Sie sind (vor dem Nachrüsten des Bugstrahlruders) vergleichsweise schwierig zu fahren gewesen, haben viel Brennstoff vermöbelt und die Tagesgäste mochten nicht so gern einsteigen, wenn die Schiffe z. B. an den Landungsbrücken zur Fahrt nach der Lühe lagen, weil es zuerst kaum Freidecksplätze gab und die (schön großen) Salons hinter getönten Scheiben sehr dunkel und damit wenig einladend wirkten. Viel mehr kann man an einem Schiff kaum falsch machen! Ach ja, das kleine Lazarett an Backbord vorn war gelungen!

    Gruß

    Michael

    #71021

    Anonym

    Hallo Michael,
    Ich finde das Schiff nicht wirklich schlecht! naja Brennstoffverbrauch ist wohl wirklich nicht gerade wenig… aber welches Schiff ist das schon? ähm Die Liege auf der backboard Seite ist immernoch… also in der Theorie könnte man es wieder einsetzen… grins
    Man könnte aus dem Brauer so einiges anstellen wenn man nur ein wenig mehr finanziellen Spielraum hätte.

    Der Brauer für die Niederelbe finde ich persönlich zu groß! allerdings hat er viel Stauraum für Fahrräder und vor allem Gäste.

    Die WC`s wurden vor kurzem erst gemacht man hat neue Mitteltische eingebaut und hier und da n paar Schönheitsfehler behoben.
    Es ist allem in allem ein schöner Ausflugsdampfer oder wie man auch sagt Butterfahrtdampfer*g* mir kam gerade eine Idee man könnte bei der Lühe fahrt doch Heitzdecken anbieten*g*

    Liebe Grüße
    Der Fährschipper

    #71022

    imported_chris
    Mitglied

    @Fährschipper wrote:

    mir kam gerade eine Idee man könnte bei der Lühe fahrt doch Heitzdecken anbieten*g*

    DAS wär dochmal ne Idee! Und auf der Rückfahrt wird erst an den Landbrücken angelegt, wenn mind. 20 Bratpfannen-Sets verkauft wurden.  ;D ;D

    #71023

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    @Fährschipper wrote:

    Hallo Michael,
    der Brauer für die Niederelbe finde ich persönlich zu groß! allerdings hat er viel Stauraum für Fahrräder und vor allem Gäste.

    Liebe Grüße
    Der Fährschipper

    Hallo Fährschipper,

    in guten Sommermonaten wäre das Schiff schon nicht schlecht für die Unterelbe, allerdings nicht ohne geeigneten Mitläufer. Ein großes und ein kleines Schiff gehen da gar nicht, weil man die Fahrgäste ja nicht auf ein Schiff festnageln kann, was die Rückfahrt angeht. Na, und die Plätze für Fahrräder sind so doll nicht. Sowohl vorn als auch achtern ist nicht wirklich viel Platz zum Abstellen auf diesem Deck.

    Mir schwebt ohnehin ein „kleiner“ Umbau vor, da die Hadag zur Zeit ja so umbau-aktiv ist! Ruderhaus um gut einen Meter anheben und das Vorschiff zum Freideck machen, das Hauptdeck darunter entkernen und mit einem nach vorn verglasten Salon ausrüsten. Die Kammern werden ohnehin nicht genutzt…

    Gruß

    Michael

    #71024

    Anonym

    Hallo,  Also von der Grundidee her nicht wirklich schlecht allerdings die Kammern werden nach wie vor genutzt sei es als Aufenthaltsräume für die Besatzung oder als Schlafräume in den geteilten Diensten.

    #71025

    Faehre
    Mitglied

    Moin Forum,

    nun steht es ja fest, die Max Brauer soll verkauft werden. Nun stellt sich die Frage, mit welchen Schiffen die Hadag die Niederelbefahrten macht. Die Bügeleisen sind da meiner Meinung überhaupt nicht für geeignet. Bleibt eigentlich nur die Falkenstein oder Wilhelm Borchert.

    Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, das man die Niederelbefahrten in naher Zukunft einstellen wird.

    Gruß
    Dieter

    #71026

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Im Grunde ist die Niederelbefahrt doch schon lange tot! Mit nur einem Schiff am Wochenende ein- oder zweimal zur Lühe, das kann nicht funktionieren. Da müßte mindestens ein „Rahmenprogramm“ geboten werden, mit vernünftiger Gastronomie zu erschwinglichen Preisen, mit fachkundiger Erklärung unterwegs, mit Tourenplanungen, die z. B. speziell auf Radfahrer abgestimmt sind uvm. Das wird es mit der Hadag ganz sicher nie geben und den Mitbewerbern ist das Risiko sicher zu groß. Wenn das Wetter nicht mitspielt, ist an eine Kostendeckung nicht zu denken, nicht einmal am Himmelfahrts-/Vatertag!  :-[

    Gruß

    Michael

    #71027

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Dieter,

    Du hast die „Molsen“ vergessen, das Stammschiff auf der Niederelbe. Sie ist ja nun noch extra für die bessere Eignung für diesen Dienst umgebaut worden. Die „Brauer“ ist ja eher selten Richtung Lühe unterwegs, daher wird sich vom Schiffsbestand auf der Niederelbe nicht viel ändern – „Molsen“ und „Borchert“ nach Lühe!

    Gruß
    Michael

    #71028

    Faehre
    Mitglied

    ??? ??? die hatte ich nun nicht mehr auf der Palette. Alzheimer läßt grüßen.  ;D

    Im übrigen schließe ich mich da dem Beitrag von Christian vom « Antworten #8 am: 28. Oktober 2006, 18:05:42 » an.
    Da würde noch was gehen, wenn man es richtig anfängt. Ich denke da sogar an eine Verlängerung bis Glückstadt. Das Städtchen ist bei vielen Touristen bekannt, nicht nur durch die Matjeswochen.

    Gruß
    Dieter

    #71029

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Glückstadt? Schön, dauert aber zu lang. Je nach Tide wären mindestens 2,5 Stunden für die einfache Fahrt anzusetzen. Und davon gut eine Stunde ohne sonderlich interessante Highlights, abgesehen natürlich vom Seeschiffsverkehr. Ich kann mich noch gut an die Fahrten nach Krautsand erinnern. Da wurde einem die Zeit schon lang, est recht, wenn es gegen die Tide ging. Also müßte es als kombinierte Bus-Schiffs-Reise angeboten werden. Viel Aufwand… :-

    #71030

    Faehre
    Mitglied

    Zu lange? Also ich hätte da keine Langeweile. Die Landschaft zieht doch rechts und links vorbei und etwas Schiffsverkehr ist ja auch.

    Allerdings müßte dann etwas mehr an der Restauration und für Unterhaltung an Bord getan werden. Ein anderer User hatte das Thema ja auch angeschnitten.

    Da stellt sich aber wieder die Frage, sind die Borchert und Jan Molsen dann dafür noch geeignet.

    Irgendwo eine Zwickmühle bzw. ein Kreisel das Ganze.

    Gruß
    Dieter

    #71031

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Ich hätte auch keine Langeweile, es ist aber einfach so, dass schon nach dem Passieren vom Willkomm-Höft nicht mehr viel „Landschaft“ zu sehen ist. Die Elbe wird breit und breiter, man sieht den Deich, hier und da einen Leuchtturm, manchmal einen Kirchturm und en paar Hochspannungsleitungen. Das ist für unterhaltungsverwöhnte Touris nicht wirklich spannend! Und wenn man Pech hat, hält sich der Seeschiffsverkehr auch noch in überschaubaren Grenzen. Naja, und die besagten (und „betagten“) Schiffe sind nicht wirklich Publikumsmagneten für eine Langstreckenreise. Drei Stunden „Molsen“ unter Deck wegen schlechten Wetters? Geht gar nicht! Da wären die Abicht-Schiffe schon viel besser…- leider!

    Gruß

    Michael

    #71032

    Flooster
    Mitglied

    Mal was anderes zum Unterelbe Verkehr:
    Wer keine HADAG Saison karte hat (kostet EUR 80,– Stand 2009), erhält für die Fahrt Landungsbrücken – Lühe Ermäßigung, wenn er eine Budni-Kundenkarte besitzt.
    Statt EUR 14,60 nur EUR 10,60; immerhin…

    Siehe http://www.budni.de/942-1021.php

    Wer auf einer späteren Station als LB einsteigt und bis Lühe und zurück fahren will, muss hart kämpfen, um die Ermäßigung zu kriegen („Das gilt nur ab Landungsbrücken“), meist klappt es aber. Wär ja auch unlogisch, wenn man quasi nur einen Teil der vollen Route fährt (etwa Neumühlen – Lühe – Neumühlen) und dann mehr bezazhlen soll als wenn man das Schiff länger in Anspruch nimmt (von/ bis LB).
    Aber HADAG und betriebswirtschaftliche Logik sind ja bekanntlich nicht immer ein Herz und eine Seele…

    Übrigens: Kein Passagier wird von dem Bordkassierer an den LB von sich aus gefragt, ob er eine Budni-Karte hat. Die meisten wissen nicht um das Angebot. Habe schon mit vielen gesprochen, die eine Budni-Karte haben und trotzdem den vollen Fahrpreis bezahlt haben.

    Greetz Dirk

    #71033

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Forum,

    evtl. fährt der Niederelbeverkehr nächstes Jahr bis Stade. http://www.abendblatt.de/region/stade/article1187826/Faehre-soll-ab-2010-nach-Hamburg-fahren.html

    Gruß
    Michael

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