Niederelbe-Verkehr

Dieses Thema enthält 210 Antworten und 22 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Christian Hinkelmann vor 4 Monate.

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  • #71034

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Klingt zunächst positiv! Voraussetzung für einen Erfolg als touristische Strecke, an eine ÖPNV-Verbindung ist ja nicht gedacht, wäre allerdings geeignete Tonnage. Das Schiff muss komfortabel und schnell sein, denn die Strecke ist so lang, dass die vorhandenen Schiffe keinesfalls geeignet sind. Auch hinsichtlich des Komforts und der Gastronomie sollte einiges geboten werden. Und wenn das Schiff dann Werktags nicht aufliegen soll, muss es für andere Einsätze geeignet sein, sonst dürfte sich das nie rechnen. Spannend ist es allemal!

    #71035

    Faehre
    Mitglied

    Moin,

    schnell ??? Weis ich nicht, ob das unbedingt sein muß. Von Lühe nach Stade ist ja nicht mehr so gewaltig. Denke, man wird das bei 2 Abfahrten belassen.

    Vom Komfort und der Gastronomie her, da stimme ich voll zu. Da muß noch etwas getan werden. 😉 Da wird man, die beiden vorgesehenen Schiffe, noch etwas umbauen müssen. Sollte aber machbar sein.

    #71036

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Forum,

    ich denke auch, dass es bei zwei Abfahrten bleiben wird, die erste Runde wird nur etwa eine Stunde früher an den Landungsbrücken starten – würde ich jetzt mal tippen!

    Bei der zweiten Runde war ja eh eine Stunde Liegezeit in Lühe, in der nun Stadersand angelaufen werden wird – sollte in einer Stunde zu schaffen sein, auch mit „Molsen“ und „Brauer“, oder? Was den Komfort der Schiffe angeht, auch im jetzigen Zustand bieten die beiden mehr Komfort als der „Elbe-City-Jet“ mit seinem netten „Buscharme“ hatte, außerdem vernünftige Freidecksflächen. Klar ist da noch Luft nach oben, keine Frage, aber ich würde die Strecke auch mal mit der vorhandenen Tonnage ausprobieren.

    Was mir evtl. sinnvoll erscheint wäre eine Frühabfahrt ab Stade mit einem zweiten Schiff (z.B. als Fischmarktfahrt).

    Gruß
    M

    #71037

    Faehre
    Mitglied

    Moin,

    um das mal weiter zu spinnen, ;D Stade hätte den Vorteil der Bahnanbindung und man ist dort nicht mitten in der Pampa. Wenn man jetzt die Gültigkeit der Rückfahrkarte auf die Bahn ausweiten würde, hätte der Ausflügler die Wahl, gleich zurück mit dem Schiff, später mit den zweiten Umlauf oder zwischendurch mit der Bahn. So müßte man nicht Stunden verbringen, wenn man nicht gleich mit dem Schiff zurück fährt.

    Ich denke, das dann auch mehr Ausflügler die Fahrt machen, da man zwecks Rückfahrt flexibler ist. In umgekehrter Richtung müßte es dann auch möglich sein.

    #71038

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Naja, von Lühe bis Stadersand ist es schon noch ein gutes Stück. Bei ungünstiger Tide kann das dann schon mal locker 2 Stunden ab Hamburg dauern – ein Weg. Und Stadersand wiederum ist nicht gleich Stade. Da wäre dann eine gute Busanbindung erforderlich. Wenn das Wetter mal nicht so prickelnd ist, wird der „Molsen“ mit seinem großen Oberdeck und dem Kellersalon wenig attraktiv sein und der „Brauer“ zu groß.

    Jetzt aber genug Bedenken! Einen Versuch sollte es schon wert sein, zumal man in Stade wohl auch Geld in die Hand nehmen will. Und Stade, die alte Schwedenstadt, ist schon eine Reise wert. Nicht nur demnächst, zum Weihnachtsmarkt.

    #71042

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Forum,

    Stade kann ja nur Stadersand heißen. Jetzt sind 90 Minuten bis Lühe angesetzt, dann passen zwei Stunden bis Stadersand ja. In Deutschland würde mir kein Schiff für den Niederelbeverkehr einfallen, dass die Anforderungen passend, schnell und komfortabel erfüllt. Vielleicht mal zwei Ideen aus dem Ausland:

    http://www.faktaomfartyg.se/wight_ryder_II_2009.htm

    http://www.faktaomfartyg.se/prins_willem_alexander_2004.htm(allerdings mit mehr Freideck)

    Aber was sollte die HADAG den Rest des Jahres mit einem solchen Schiff ??? .Ein Kombi-Ticket S-Bahn/Fähre und eine Busanbindung Stadersand-Stade wäre natürlich sehr nützlich für den Erfolg!

    Gruß
    Michael

    #71043

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Immer wieder schön, sich anderer Leute Kopf zu zerbrechen, was? ;D

    #71044

    Faehre
    Mitglied

    @michaels wrote:

    und eine Busanbindung Stadersand-Stade wäre natürlich sehr nützlich für den Erfolg!

    Moin,

    und genau das, wird das Problem sein. Tja, das Schiff müßte Stade direkt anlaufen. Aber das ist wohl Wunschdenken. ???

    #71039

    Hattingen
    Mitglied

    das problem, bei der Fahrt direckt nach Stade, liegt, glaube ich weniger bei der entfernung(etwa 2,4nm), denn auf dem Weg von Stadersand, müssen einige Hindernisse genommen werden, z.B. eine Schleuse, sowie 1-2 Brücken.
    Und solche Dinge sind verdammt Zeitraubend, vorallem wenn es um sowas eng kalkuliertes geht.

    #71040

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Und viel Wasser führt die Schwinge auch nicht immer. ::)

    #71041

    MichaelS
    Keymaster

    Soweit ich weiß, fuhren doch die HADAG-Niederelbe-Linienschiffe nie nach Stade, sondern immer nach Stadersand. Es gab aber einen Zubringerservice, teilweise sogar mit Alsterdampfern kurz nach Ende des Krieges. Aber heute macht so ein Schiffszubringer doch nur noch wenig Sinn, ein Bus ist weit wirtschaftlicher.
    Stade hat halt das Problem was z.B. auch Harburg hat, der Anleger liegt am A….. der Welt 😉 !

    Gruß
    Michael

    #71045

    Faehre
    Mitglied

    Moin,

    das ist das Prob mit den draußen liegenden Anlegern. Stade möchte zwar Ausflugsort werden, http://www.abendblatt.de/region/stade/article1260582/Stadt-soll-Ausflugsort-werden.html aber wie alle Gemeinden muß Stade auch sparen. http://www.abendblatt.de/region/stade/article1262098/Stade-setzt-den-Rotstift-an.html

    Gibt es keinen Zubringerdienst ( in welcher Form auch immer ), kann man das Projekt vergessen. Da steht man dann wie an der Lühe in der Pampa. Das ist dann mehr für die Fahrradfahrer interessant. Nur von denen, kann Stade und die HADAG nicht leben. Man braucht auch das andere Publikum.

    #71046

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Na eben! Bis Stade selbst geht nicht, Stadersand ist unattraktiv – also ein Busverkehr als Shuttle. Bei aller Liebe, das dürfte kaum ausreichend Nachfrage erzeugen. Es sei denn, in Stade wird etwas Öffentlichkeitswirksames geboten (siehe oben: Weihnachtsmarkt ::) ). Vor Jahr und Tag hat die HADAG ja Vergleichbares auch mal Glückstadt versucht, da ist die Strecke noch etwas länger – hat auch keinen rechten Erfolg gehabt. Die Leute wollen einfach nicht mehrere Stunden auf einem Schiff sitzen, die Zeiten sind vorbei. Und ein Gesamt-Event, so mit Kaffee und Kuchen oder gar einem Essen, dürfte allemal zu teuer werden. Erst recht für die Reederei, wenn der Zuspruch ausbleibt. Ich bleibe dabei, es müssen schnelle Schiffe sein, mit einem deutlichen Plus an Komfort. Dann vielleicht. Und Platz für Fahrräder.

    #71047

    imported_chris
    Mitglied

    Moin,

    laut dem Abendblatt ist es jetzt in trockenen Tüchern:

    Die Niederelbefahrten werden in der kommenden Saison (testweise) bis Stadersand verlängert.

    Außerdem will sich Stade für eine tägliche (!) Hadag-Verbindung nach Stade einsetzen und diese auch bezuschussen.

    Mehr Infos gibts hier:
    http://www.abendblatt.de/region/stade/article1284670/Hadag-Faehre-nimmt-Kurs-auf-Stade.html

    Grüße,

    Christian

    #71048

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Faszinierend ist dabei die „Preisfrage“, denn im Gegensatz zu den früher üblichen Fahrpreisen nach der Niederelbe, sollen hier die normalen HVV-Tickets zum Einsatz kommen. Auf die Weise kann dann auch das Geld aus Stade fließen, denn es wird schließlich der ÖPNV gefördert, nicht aber die Tourismussparte der HADAG. Gut so!!!

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