Niederelbe-Verkehr

  • Autor
    Beiträge
  • #71109

    MichaelS
    Verwalter

    Moin Werner,

    Schiffe von der Weser oder eine historische Inselfähre fände nicht passend – da bin ich Purist ;D , es müsste aber kein Typschiff sein.

    Ein Schiff “nach Hause” holen wäre natürlich eine Möglichkeit, aber neben der finanziellen Frage stellt sich noch die der Zulassung, ist das Schiff kein zugelassenes Passagierschiff mehr wird es schwierig. Dies spricht -neben den von Dir genannten Argumenten – u.a. auch gegen die noch vorhandenen H.B.E.L. Schiffe.

    Ein weiterer Knackpunkt ist der Stamm an Leuten den man braucht, es gab u.a. aus dieser Plattform einen Versuch ein Schiff in Hamburg zu halten, was neben anderen Problemen auch an der mangelnden Resonanz gescheitert ist – wie Du siehst ich bin recht desillusioniert was einen solches Unterfangen angeht. Lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen ;D

    Gruß
    Michael

    Die MAX BRAUER ist zwar aufgelegt, aber dennoch noch Teil der HADAG Flotte, warum sollte sie dann nicht Flagge zeigen 😉

    #71110

    MichaelS
    Verwalter

    Moin Zusammen,

    zurück in die Gegenwart. Nun nimmt sich auch die Presse der Fahrplanänderung an – in Wedel ist man “not amused” http://www.wedel-schulauer-tageblatt.de/nachrichten/lokales/wedel/wedel/artikeldetails/article/214/ein-schiff-wird-kommen-nur-eins.html?no_cache=1&cHash=7b2cfcbeb790d7bc52f288fbc86009b0

    Gruß
    Michael

    #71111

    Werner
    Teilnehmer

    @MichaelS wrote:

    Moin Zusammen,

    zurück in die Gegenwart. Nun nimmt sich auch die Presse der Fahrplanänderung an – in Wedel ist man “not amused”

    Na klar! Da wird ein schnieker neuer Anleger gebaut – und dann wird von anderer Seite der Rückzug eingeläutet.

    Im Artikel vom Wedel-Schulauer Tageblatt wird im letzten Satz eine tägliche Fährverbindung nach Hamburg angestrebt. Das ist auch meine Meinung. Ein zu geringes Angebot spart jede Verbindung zu Lande und zu Wasser kaputt.
    Nicht weniger – mehr Verbindungen sind die Lösung. Eventuell mit einem Hinweis auf dem Fahrplan „Bei gutem Wetter zusätzliche Abfahrten“. (In anderen Bereichen würde man das unter unternehmerische Flexibilität verbuchen.)

    @MichaelS wrote:

    Schiffe von der Weser oder eine historische Inselfähre fände nicht passend – da bin ich Purist ;D , es müsste aber kein Typschiff sein.

    Ein Schiff “nach Hause” holen wäre natürlich eine Möglichkeit, aber neben der finanziellen Frage stellt sich noch die der Zulassung, ist das Schiff kein zugelassenes Passagierschiff mehr wird es schwierig. Dies spricht -neben den von Dir genannten Argumenten – u.a. auch gegen die noch vorhandenen H.B.E.L. Schiffe.

    So schön ein Typschiff oder ein anderer alter HADAG-Dampfer auch sein würde – man kann sich das Leben diesbezüglich auch unnötig schwer machen.
    Die Zulassung eines Schiffes und die Genehmigung eines Linienbetriebs auf einer bestimmten Strecke sind neben Personalproblemen sicher schon schwierig genug. Wenn man jetzt noch soundsoviele Schiffe ausschließen möchte, weil sie nicht für die Elbe, sondern für Boddengewässer gebaut wurden, weil sie der Loreley huldigen und nicht Hammonia, dann wird es natürlich sehr schwierig passende Einheiten zu finden. Die „Warsteiner Queen“ und spätere „Jeverland“ war auch kein für die Elbe gebautes Schiff (zuletzt – wenn ich mich nicht irre 2003 – sah ich das Schiff auf der Mosel nahe Cochem). Zudem fuhren HADAG-Schiffe auch oft in „fremden“ Gewässern. In der Zeit zwischen Kriegsende und Währungsreform zum Beispiel zu so mancher Nordseeinsel (Helgoland kam da noch nicht in Frage!).
    Also zunächst nicht die Schiffe, sondern die Linie betrachten. Ohne Fahrtstrecke braucht man keine Schiffe. Jedoch geht eine (Fähr-)Linie nicht ohne Schiffe!

    Der Werner

    #71112

    MichaelS
    Verwalter

    Moinsen,

    wenn ich Unternehmer wäre, wurde ich auch so denken. Ein passendes Schiff für eine bestimmte Route, egal wo das Schiff her kommt. Aber wenn ich einen Verein gründen möchte, der ein historisches Schiff auf einer bestimmten Linie fahren möchte, ist meiner Ansicht nach ein Lokalbezug unumgänglich – für die Akzeptanz bei Behörden und Hafen, die Vermarktung und für nicht zuletzt für das “Anwerben” einer Crew. Keiner wird für ein Schiff dass vom Rhein oder den Boddengewässern kommt einen Finger krumm machen fürchte ich – selbst Schiffe zwar von der Elbe kommen, aber nicht aus HH, haben Akzeptanzprobleme.

    Gruß
    Michael

    #71113

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Michael,

    Deine Vorliebe für Schiffsoriginale auf der Niederelbeline teile ich ja gerne. Nur leider scheitet das wohl mangels Masse. Da die Linie unter einer GmbH oder AG nicht wirtschaftlich zu betreiben scheint und für Vereine keine passenden historischen Schiffe zur Verfügung stehen, soll es wohl keine Personenschiffahrt zwischen Hamburg und dem Alten Land mehr geben. Soll man sie einfach so sterben lassen??? Man mag mich jetzt für stur und hartnäckig halten – aber es gibt gegenteilige Beispiele:

    So erwähnte ich bereits den Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ aus Lauenburg, der erst zum musealen Dienst dauerhaft auf der Elbe heimisch wurde. Hamburg wird von ihn nicht mehr angelaufen, weil oberhalb der Elbbrücken, seit der Entfernung der Pontonanlage „Norderelbbrücke“, kein stadtnaher Landesteg auf Hamburger Gebiet vorhanden ist.

    Auf der Weser fährt der Raddampfer „Wappen von Minden“. Dieses in Prag gebaute Schiff wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Heinz Trost (†) von der Elbe zur Weser geholt. (Man frage mal bei den Dampfschiffern im Museumshafen Oevelgönne, bei den Leuten vom „Kaiser Wilhelm“ in Lauenburg oder bei Matthias Kruse vom Alsterdampfer „St. Georg“ nach Heinz Trost. Der ist als Spezialist für historische Dampfschiffe bei allen sehr gut bekannt gewesen.) Siehe auch hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_von_Minden
    http://www.raddampfer-minden.de/
    http://www.schiffmuehle.de/Raddampfer/raddampfer.html

    Es fahren also auch unter historischen Gesichtspunkten Schiffe in „fremden Gewässern“.

    Der Werner

    #71114

    MichaelS
    Verwalter

    So langsam wird es aber bös off-Topic, aber warum scheitert es mangels Masse? Klar, ein historisches Schiff kaufen/chartern und einfach losfahren ist nicht, aber potentielle Schiffe gäbe es genug ( z.B. WITTE SWAN http://www.inselfaehren.de/index.php?page=burgewrmeister-diestel-1927) – nur man müsste halt richtig investieren für (Neu)-Zulassung, Ausstattung etc.. Jugend in Arbeit ist nicht mehr, daher müsste das ganze auf einer “normalen” werft gemacht werden.

    Aber ich denke die Zukunft des Niederelbedienstes wird eher anderer Natur sein. Eine tägliche Verbindung lohnt sich, wenn überhaupt nur in den Sommerferien, sonst wird nur Fr., Sa. So. und Feiertags lohnend sein.

    Gruß
    Michael

    #71115

    Werner
    Teilnehmer

    @MichaelS wrote:

    So langsam wird es aber bös off-Topic, aber warum scheitert es mangels Masse?

    Hallo Michael,

    es scheitert mangels Masse, weil zum Beispiel auch die „Witte Swan“ kein aktives Schiff mehr ist – und das trifft für viele andere Einheiten eben auch zu. Du selbst hast beschrieben, daß es schwierig ist, Schiffe für dem Personenverkehr zu reaktivieren.

    @MichaelS wrote:

    Aber Ideen geben und Nachdenken ist ja nicht verboten – vielleicht liest ja wer mit 😉 .

    vom 26.01.2012

    Und wenn jemand mitlesen sollte, dann sollten wir hier Möglichkeiten beschreiben, die eine Schiffsverbindung von Hamburg ins Alte Land (oder darüber hinaus – meinetwegen bis Brunsbüttel ::)) erhält oder auch zukünftig ermöglicht. Egal, ob die HADAG, ein Verein, einer der Rundfahrtunternehmen oder eben der finanzkräftige Grieche die Linie betreibt. Wir sollten nicht kontraproduktiv wirken und „Verhinderungsmaßnahmen“ beschreiben. Vielmehr sollten wir motivierend wirken. Den Traummodus (@ Reeperbahn) nicht ausschalten – aber eventuell Träume wahr werden lassen.

    Der Bürgermeister von Wedel will ja wohl mit der HADAG sprechen. Vielleicht kommen seine Amtskollegen aus Stade, Grünendeich und Steinkirchen ja auch noch auf die Idee.

    Das soll es von mir jetzt auch vorerst gewesen sein. Das Forum hat so viele Mitglieder – wieso schreiben nur wir beide???

    Der Werner

    Schöne Schiffe müssen auch schöne Ziele haben.

    #71116

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Na, wir sind aber doch drei… 😀
    Brunsbüttel ist übrigens zu weit. Wichtig wäre ein leidlich schnelles Schiff, damit zumindest Stadersand weiterhin angelaufen werden kann. In Rotterdam bin ich mal auf der Maas (siehe unten) unterwegs gewesen. Von Rotterdam bis runter zum Europort und zurück mit ordentlicher Gastronomie und Erklärung unterwegs. Das ist auch ein ganz schönes Ende zu fahren.

    #71117

    Flooster
    Mitglied

    Moin Forum

    täglich nur eine Fahrt ins Alte Land ist der absolute Irrsinn und wird auch betriebswirtschaftlich ein Desaster werden.

    Man kennt ja die Fahrgastzahlen nicht, obgleich die HADAG als öffentliches Unternehmen sie auf Anfrage sogar kundtun müssste.

    Ich war letztes Jahr ja regelmäßig am Wochenende an Bord und hatte keinen so schlechten Eindruck von den Fahrgastzahlen.

    Nach meiner Einschätzung war ganz eindeutig die größte Zahl der Fahrgäste Ausflügler nach Lühe und Stade, die dann abends wieder zurückfahren wollten.

    Für Stade mag die HADAG darauf spekulieren, dass die Besucher mit der Bahn zurückfahren.
    Aber 60 – 70 % der Leute sind in Lühe ausgestiegen und von dort kommt man sehr viel schlechter an die Bahnlinie.

    In Stadersand blieben regelmäßig nur wenige Fahrgäste an Bord, also echte Rundfahrer, die einmal die große Niederelbetour am Stück machen.

    Eindeutig festzustellen ist wohl, dass die Anzahl der transportierten Fahrräder seit der Eröffnung der S-Bahn drastisch gesunken ist (dort können sie ja kostenlos mitgenommen werden). Fahrräder waren durchweg nur 5 – 10 an Bord, meistens nach Lühe.

    An Ostern und Pfingsten waren die Jan Molsen gerammelt voll auch mit Fahhrädern, weil man in der S-Bahn und im Metronom keine Plätze mehr bekam, wie ich immer wieder gehört hatte.
    Um hier auch noch einen Vorschlag zum besten zu geben, sollte die HADAG mal die kostenlose Fahrradmitnahme testen. Vielleicht würde das noch so manchen Fahrgast bringen.

    Die Abfahrtszeit halte ich ebenfalls für unsinnig.
    Ich weiss nicht, ob es Probleme mit Hafermann Reisen gab. Da gab es wohl Stimmen, dass die Abfahrtszeit um 10 Uhr zu früh für die Touris war (an normalen Sonntagen machten die Reiseteilnehmer gut 50 % der Fahrgäste der Frühfahrt bis Wedel aus)
    Aber erst um kurz vor 14 Uhr in Stadersand zu sein (d.h. nicht vor 14 Uhr in Stade selbst) wird für viele Touristen, die zur üblichen Mittagszeit ihr Mittagsmahl einnehmen wollen, völlig unakzeptabel sein.

    Ich kann der HADAG nur empfehlen, wenigstens Ostern und Pfingsten den bisherigen Fahrplan beizubehalten, da waren die Schiffe gerammelt voll, auch mit Fahrrädern, die auf der Jan Molsen dann teilweise im vorderen Quergang vor der Brücke gestapelt wurden.
    Hier dürfte jedenfalls echt mal Geld verdient worden sein.

    Grüße Dirk

    #71118

    Werner
    Teilnehmer

    @Reeperbahn wrote:

    Brunsbüttel ist übrigens zu weit. Wichtig wäre ein leidlich schnelles Schiff, damit zumindest Stadersand weiterhin angelaufen werden kann.

    Hallo zusammen,

    natürlich war Brunsbüttel überzogen. Aber ich kann mich erinnern, daß mindestens bis in die sechziger Jahre hinein planmäßig bis nach Wischhafen gefahren wurde. War mit Prüsse seiner „Warsteiner Solar“ (anno 2003 oder 2004) mal zu den Matjestagen nach Glückstadt. Ist eine schöne Fahrt gewesen, mit Frühstück an Bord und am Nachmittag mit Kaffee. Und wenn dann ein etwas schnelleres Schiff zur Verfügung stände, dann würde Glückstadt sicher ein lohnender Endpunkt einer Niederelbelinie sein. Der Weg vom Hafen zum Glückstädter Marktplatz ist fußläufig erreichbar. Diesbezüglich ist die Verbindung attraktiver als die nach Stade über Stadersand. Glückstadt ist zwar nicht im HVV. Aber für 9,– € kann man mit SH-Ticket mit der Bahn nach Hamburg zurück. (Siehe im Online-Fahrplan des HVV – GEOFOX.) Abfahrt stündlich, Fahrzeit etwa eine Stunde. Eine ordentliche Gastronomie und kurze aber informative Erklärungen sind nie falsch. Vor allen Dingen sähe ich hier auch Fahrgäste aus Glückstadt, die zu den Landungsbrücken fahren und dann mit der Bahn zurück.

    . @Flooster wrote:

    .Nach meiner Einschätzung war ganz eindeutig die größte Zahl der Fahrgäste Ausflügler nach Lühe und Stade, die dann abends wieder zurückfahren wollten.

    Für Stade mag die HADAG darauf spekulieren, dass die Besucher mit der Bahn zurückfahren.
    Aber 60 – 70 % der Leute sind in Lühe ausgestiegen und von dort kommt man sehr viel schlechter an die Bahnlinie.

    Und genau für die Fahrgäste, die in Lühe aussteigen, ist der Auffenthalt mit weniger als zwei Stunden zu knapp bemessen. Fußweg nach Steinkirchen, zum Kaffee einkehren und zurück ist zeitmäßig doch nicht drin. Bleibt die Budenstadt am Anleger.

    Frage an Flooster: Waren an Bord denn auch Fahrgäste, die nur die Fahrt in Richtung Landungsbrücken machten?

    Der Werner

    #71119

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Moin!
    Damals ist ein Schiff über Nacht in Wischhafen geblieben, d. h. es gab schon morgens eine Fahrt die Elbe ‘rauf! Später wurde der Dienst nach Krautsand verkürzt mit einer täglichen Abfahrt im Sommer und genug Zeit, um auf der Insel einzukehren. Da sind wir mit dem Dampfer manchmal sogar vor der Insel vor Anker gegangen, um den Ponton freizumachen (und aus Spaß!). Später ging es nur noch am WE über Twielenfleth und Stadersand nach Krautsand, Grauerort wurde da schon lange nicht mehr bedient. Nach Glückstadt ist die HADAG auch gefahren, allerdings nicht planmäßig, sondern z. B. zu dem Matjeswochen meist mit “Albers” oder “Molsen”. Das war manchmal ganz schön knapp mit dem Wasser im Hafen!
    Es gäbe sicher viele Event-Fahrten, die in einem ganzjährigen Tourenkalender zusätzlich zum Linienverkehr angeboten werden könnten. Ob das nun die Matjestage in Glückstadt, Kirschblütenfeste im Alten Land oder Erlebnis-Gastrofahrten sind.
    Bei vielen Reedereien im In- und Ausland werden solche Fahrten alternativ angeboten, d. h. an diesen Tagen wird der planmäßige Verkehr ganz oder teilweise ausgesetzt und so auch im Fahrplan vermerkt. Dann braucht man nicht mehrere Schiffe.

    An Ideen mangelt es also gewiß nicht, allein der Glaube fehlt (mir… :- )

    Gruß

    Michael

    #71120

    Werner
    Teilnehmer

    @Reeperbahn wrote:

    Es gäbe sicher viele Event-Fahrten, die in einem ganzjährigen Tourenkalender zusätzlich zum Linienverkehr angeboten werden könnten. Ob das nun die Matjestage in Glückstadt, Kirschblütenfeste im Alten Land oder Erlebnis-Gastrofahrten sind.
    Bei vielen Reedereien im In- und Ausland werden solche Fahrten alternativ angeboten, d. h. an diesen Tagen wird der planmäßige Verkehr ganz oder teilweise ausgesetzt und so auch im Fahrplan vermerkt.

    An Ideen mangelt es also gewiß nicht, allein der Glaube fehlt (mir… :- )

    Hallo,

    es fällt mir schwer mich zurückzuhalten. Und wenn es an Ideen nicht mangelt, wieso fehlt unseren Hamburger Elbreedereien dann der Mut sie umzusetzen? Ist unser Hamburger Naturell wirklich so? Dann dürfte es einen Albert Ballin, der mit seiner „Auswandererstadt“ Maßstäbe setzte und die Kreuzfahrt erfunden hat, nie gegeben haben.

    Zu den Event-Fahrten möge man sich mal die Seiten der Sächsischen Dampfschiffahrt ansehen. Zur Flottenparade am 01. Mai 2012 und zur Dampferparade am 18. August 2012 stehen faktisch keine Einheiten für den Linienbetrieb zur Verfügung.
    http://www.saechsische-dampfschiffahrt.de/deutsch/fahrtenangebote/sommer-sonderfahrten.html

    Die Donaureederei Wurm + Köck bietet Seniorenfahrten an (siehe Fahrplantabelle etwas weiter unten).
    http://www.donauschiffahrt.de/de/type-100105815_ort-100078101/obernzell.html

    Es gab hier mal die Este-Reederei Buxtehude, die über einige Jahre mit leidlichem Erfolg Ausflugsfahrten auf Ober- und Unterelbe durchführte. So liebenswürdig die „Forelle“ auch war. War wohl schon damals zu langsam und für längere Fahrten zu wenig Gastronomie. Auch fehlte es den Betreibern wohl am nötigen Kapital für eine Expansion zu einem wirklich attraktiven Betrieb. Aber ich glaube – in deren Adern floss das richtige Blut.

    Der Werner

    #71121

    MichaelS
    Verwalter

    @Werner wrote:

    es fällt mir schwer mich zurückzuhalten. Und wenn es an Ideen nicht mangelt, wieso fehlt unseren Hamburger Elbreedereien dann der Mut sie umzusetzen? Ist unser Hamburger Naturell wirklich so?

    Das mag evtl. daran liegen, dass das ganze der ein oder andere schon einmal durchgerechnet hat und zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es sich nicht lohnen würde :-[

    Ok – ich gebe zu ich bin gerade destruktiv ;D .

    M

    #71122

    Flooster
    Mitglied

    Moin Forum,

    die neuen Fahrpreise sind echt der Hammer.

    Eine Familienkarte kostet EUR 60,– !!!
    3 Erwachsene müssen 90 Euro zahlen.

    Also da wird es recht einsam werden auf der Molsen.
    Das sieht ganz danach aus, als wenn man nur noch auf Touris abzielt, die sich melken lassen und die sich von Preisen für die Hafenrundfahrten von 16 Euro (1 Stunde) bis 20 Euro (2 Stunden) auch nicht abschrecken lassen.
    Dazu kommt ja regelmäßig noch der Gastro-Verzehr.

    Immerhin: Der Fahrradmitnahmepreis beträgt einheitlich EUR 4,– unabhängig vom Zielort.

    Die Fahrtzeit nach Stadersand hat sich auch mal eben um 25/ 30 Minuten pro Fahrt (!), zusammen also um 55 Minuten verlängert.

    Bis 2011 begann die Frühfahrt um 10.00 Uhr und war um 12.00 Uhr in Stadersand. Dort ab um 12.15 Uhr und Ankunft an den Landungsbrücken um 14.15 Uhr (Spätdfahrt ab 14.30 Uhr).
    Die Molsen war immer erstaunlich pünktlich. Selbst die Abfahrt der Spätfahrt verzögerte sich regelmäßig kaum.

    Unter diesem Gesichtspunkt hätte es keiner Verlängerung der Fahrtzeiten bedurft, zumal die Anleger Övelgönne, Teufelsbrück und Wittenbergen nicht mehr angelaufen werden.

    Bei gutem Wetter war die Spätfahrt ab den Landungsbrücken meist sehr gut frequentiert. Hier konnte ja nur eine “große” Rundfahrt germacht werden. Vielleicht soll sich tatsächlich darauf konzentriert werden.
    Eventuell bringt ja die Info, die Michael von der HADAG erhält, noch weiteren Aufschluss über die Motive.

    Ich habe regelmäßig die Frühfahrt am Sonntag mitgemacht. Von den Fahrgästen bis Stadersand stiegen 80 – 90 % dort aus. Nur wenige blieben an Bord und fuhren wieder zurück, machten also die “große Rundfahrt”. Eventuell waren auf der Spätfahrt mehr Rundfahrer (s. oben).

    In Stadersand stiegen auch immer so gut ein Dutzend Fahrgäste zu.
    Ungefähr die Hälfte davon fuhr bis Lühe und stieg dort aus (Lühe ist von Stade mit öffentlichen Verkehrsmitteln wohl schlecht zu erreichen), die andere Hälfte fuhr weiter bis Hamburg.

    Sollte der Niederelbedienst der HADAG ganz eingestellt werden, sollte man echt mal überlegen, ob man nicht -zwar vielleicht nicht regelmäßig, das erscheint mir zu ambitioniert- aber eventuell an einigen Terminen im Jahr Traditionsfahrten (etwa Ostern und Pfingsten) bis Lühe oder Stadersand macht.

    Vielleicht könnte man Käptn Schwarz und die Tonne dafür gewinnen. Immerhin war es die Linie der Tonndorf und, soweit ich weiss, ist die Tonne noch zugelassen für die Unterelbe (im Gegensatz zur Kirchdorf, soweit mir bekannt ist, weil sie die falschen Fenster eingesetzt bekommen hat, die nicht stabil genug sind).

    Wenn sich ein Team zur freiwilligen Mitarbeit auf der Tonne findet, eventuell auch zur gastronomischen Unterstützung, könnte das ja attraktiv sein für Käptn Schwarz.
    Ich weiss natürlich nicht, was für Genehmigungen man braucht, auch für die Benutzung der Anleger etc. und was das kostet.

    Naja, noch ist es ja nicht soweit.
    Nur für den Fall der Fälle sollten wir vielleicht ruhig gewappnet sein, zumindest mit Ideen.

    Leute,
    für mich sind die Niederlebefahrten mit das Schönste und Erholsamste, was es in Hamburg gibt. Erst der Betrieb und die Schiffe im Hafen, dann der Anblick von Blankenese und dann die sich weitende Elbe hinter Wedel als ruhig-glizernde Fläche in der Sonne (zwischen Lühe und Stade ist es dann -zugegegeben- manchmal etwas langweilig).
    Das möchte ich echt nicht missen. Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt.

    Soviel Pathos und Emphase für heute

    Grüße
    Dirk

    #71123

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Wir sind uns schon mal einig… 😉
    Für den Start eines neuen Niederelbe-Ausflugprogramms ist es sicher nie zu spät, aber es bedarf eines recht langen Atems, so etwas zu installieren. Daran sind schon früher manche Ideen bei der HADAG (in den 70er Jahren) gescheitert. Man hatte erwartet, dass es reicht, ein wenig Werbung zu machen, dann ist der Dampfer voll. Ist er das aber zunächst nicht, muss man einfach weitermachen und die Flaute (finanziell!) aushalten. Wirft man die Flinte indes gleich ins Korn, kann sich keine profitable Fahrgastschifffahrt etablieren. Und selbst bei hinreichender Geduld kann es schiefgehen, denn eine Wirtschaftskrise, ein mieser Sommer oder Pech mit dem Schiff (Ausfall) könnte zu einem jähen Ende führen.
    Die Verlängerung der Fahrtzeit nach Stadersand kann schlicht damit zu tun haben, dass man den “Molsen” schonen möchte bzw. gleichzeitig Sprit zu sparen gedenkt. So fit ist das Schiff auch nicht mehr und bislang ging es immer mit AK ‘rauf und runter. Da ist man schnell im reparaturanfälligen Wartungs- und Betriebszustand.

Ansicht von 15 Beiträgen - 106 bis 120 (von insgesamt 211)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.