Verbleib ex ATG Schiffe

Dieses Thema enthält 48 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  MichaelS vor 2 Monate, 2 Wochen.

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  • #70311

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Forum,

    wo wir gerade zu eifrig am Zusammentragen sind, mach ich mal mit der ATG weiter. Die ehemalige „Alsterschipper“ (Vlis Scheepsbouw, 1976) fährt nun als „Onkel Albert“ von Prenzlau aus. http://www.uckerseeschiff.de/

    Gruß
    Michael

    #76738

    MichaelS
    Keymaster

    Moin,

    vorher war das Schiff wohl als „Treeneschipper“ für Günter Schröder/Friedrichstadt unterwegs.

    Die ehemalige „Tarpenbek“ (1935) liegt im NOK als Ponton http://www.panoramio.com/photo/24874532

    Gruß
    Michael

    #76739

    Likedeeler
    Teilnehmer

    Moin moin

    Nach einer Restaurierung macht die Osterbek jetzt Rundfahrten auf dem Mittellandkanal entlang des VW-Werks und der Autostadt.

    Gruß, de Likedeeler

    #76740

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Forum,

    die „Osterbek“ der ATG ist schon im Jahre 2005 zum Mittellandkanal überführt worden, nachdem sie auf der Werft in Oortkaten überholt wurde.

    http://www.alstertouristik.de/presse/Einladung_MS_Osterbek.pdf

    Im September 2006 habe ich die Autostadt besucht, die direkt am Mittellandkanal liegt. (Eine große, weitläufige interessante Ausstellung zum Thema Automobilgeschichte, mit Schwerpunkt VW. Ausstellungspavilons aller Konzernmarken und Auslieferungsstelle für VW-Kunden.) In unmittelbarer Nähe zum Eingang befindet sich der Anleger für die Rundfahrt, die entlang des VW-Werks führt. Im Eintrittspreis zur Ausstellung war – zumindest damals – der Fahrpreis mit der „Osterbek“ enthalten. Das Schiff fuhr unter ATG-Flagge mit ATG-Schiffsführer und einer „se Lücht“ von der Autostadt (VW). Als Hamburger, der unweit der ATG-Werft wohnt, sprach ich mit dem Schiffsführer über die „Osterbek“. Er meinte damals, daß das Schiff wohl nicht auf die Alster zurückkehren werde.

    Neueren Meldungen nach – aber nicht „brandneu“ – ist dort schon seit April 2009 das Fahrgastschiff „Havelland“ als Nachfolger der „Osterbek“ im Einsatz.

    http://www.presse-niedersachsen.de/pressemitteilungen/details/03504/

    Dennoch würde mich interessieren, ob die „Osterbek“ den Weg des „Alten Eisens“ gegangen ist oder doch noch irgendwo existiert.

    Gruß
    der Werner

    #76741

    MichaelS
    Keymaster

    Moin,

    mit der „Osterbek“ kann ich (noch) nicht weiterhelfen. Aber eine ehemalige Alsterbarkasse ist in Alkmaar als „De Paris“ unterwegshttp://www.korstanjecruises.nl/. Ich war immer überzeugt es ist die ex „Kollau“, aber das kommt mit dem Baujahr nicht hin ex „Kollau“ Baujahr 1930, bei der „De Paris“ Baujahr 1926, was auf ex „Grevenau“ oder ex „Mühlenau“ hindeuten würde, angegeben – weiß wer mehr?

    Gruß
    Michael

    #76742

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Forum,

    auch für mich ist das die Kollau! Die Form des Aufbaus, die Anordnung der Einstiegstüren (weiter vorne als bei der Aue) und selbst der kleine Schornstein auf dem Vorschiff, für die Ölheizung, kommt mir sehr bekannt vor. Die Taschen, in denen mal die Elektromagneten zum Anlegen gesessen haben, wurden recht sauber entfernt – nix mehr von zu sehen.

    Kollau und Aue wurden – nach Indienststellung der in den Niederlanden gebauten Eilenau – deren Outfit angepasst. Auch das geschah in den Niederlanden. Die Grevenau und Mühlenau sind in dieser Form, in ihrem Aussehen nie modernisiert worden. Im Buch „Alsterschiffahrt“ vom Christian Müller (Koehlers Verlagsgesellschaft, 2002, ISBN 3 7822 0845 5) ist auf Seite 59 die Kollau (auf dem Bild Collau) abgebildet, wie sie vor dem Umbau aussah. So sahen zu der Zeit auch Aue, Mühlenau und Grevenau aus. Sie waren ja eher den traditionellen Alsterschiffen ähnlich – nur kleiner. Nach dem Verschwinden der Kollau auf der Alster entdeckte ich das Schiff vor etlichen Jahren bei der „Bootswerft Neuengamme“ in der „Dove Elbe“ liegend.

    Alsterschiffe verschwinden am Jungfernstieg immer recht leise. Die Tarpenbek nach einer Havarie, als der Ballast verrutschte, der nötig war, um das Schiff unter der Reesendammbrücke zur Werft nach Finkenwerder zu bringen. Später lag die Tarpenbek etwas versteckt mit dem Namen „Hein Gas“ als „Konferenzschiff“ für das Energieunternehmen im Hochwasserbassin (parallel zum Heidenkampsweg). War immer gut von der S-Bahn Richtung Bergedorf zu sehen.
    Die Isebek war auch irgendwann plötzlich weg. Die Rodenbek (Baujahr 1956, damit jüngstes Schiff im traditionellen Aussehen) wurde verschrottet (Aufbauten wurden auf der Werft am Osterbekkanal demontiert). Die Osterbek wurde auf „Never-Come-Back-Tour“ nach Wolfsburg geschickt.

    Die Eilenau war nach ihrer ATG-Zeit auf der Elbe (Boizenburg und Dömitz) unterwegs.

    Zu diesem Thema gibt es sicherlich noch viel Forschungsbedarf.

    Gruß
    der Werner

    #76743

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Werner,

    dann sind wir uns ja einig 🙂 – es ist die ex „Kollund“, danke. Zur Geschichte der Alsterdampfer gibt es eine recht umfangreiche Seite, deren Erwähnung es hier auf jeden Fall bedarf http://fredriks.de/HVV/ATG/index.htm. Leider lässt die Seite das weitere Leben der außer Dienst gestellten meist außer acht – aber sonst schon nicht übel!

    Lass uns den Forschungsbedarf mal anpacken, es gibt bestimmt noch etliches zu entdecken 😉 .

    Gruß
    Michael

    #76744

    MichaelS
    Keymaster

    Moin nochmal,

    einen hab ich noch 😉 : Die „Mocambo“ http://www.niederelbe.de/osten/anbord.htm

    M

    #76745

    Likedeeler
    Teilnehmer

    Moin nochmal

    Ich erinnere mich sehr ungenau, aber ich glaube, die „Isebek“
    wurde vor einigen Jahren bei der SSB verschrottet.

    Gruß

    #76746

    untereste
    Teilnehmer

    Hallo,

    hier gibts ein Bilde der „Hein Gas“, im Schlepp von „Kurt Abicht“:
    http://nok-schiffsbilder.de/modules/myalbum/photo.php?lid=1018
    Leider sind keine Angaben wann und wo das Bild entstanden ist dabei.

    Gruß
    Jan

    #76747

    MichaelS
    Keymaster

    Moin,

    hier die MOCAMBO heute auf der Oste. Wenn man sich das Mittelschiff mal genauer anschaut, kann man noch (zumindest dort) den ehemaligen Alsterdampfer erkennen.

    Gruß
    Michael

    #76748

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Wohl wahr! Und das ist mal ein recht gelungener Umbau.

    #76749

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Forum,

    die 1958 für die Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft (HHA) in Holland gebaute „Eilenau“ war bis 1992 auf der Alster unterwegs. Sie war der erste Neubau, der gleich mit den – für die Alsterschiffahrt so markanten – Anlegemagneten ausgerüstet war. Im Schiffsregister zählte sie zusammen mit „Aue“ und „Kollau“ zu den Alsterbarkassen.
    Nachdem die „Eilenau“ 1992 von der Alster-Touristik GmbH (ATG – 100%ige Tochter der HHA) verkauft wurde, sah ich das Schiff auf der Elbe bei Boizenburg. (Wenn ich mich nicht irre, hatte Günther Schröder von der „Friedrichstädter Grachten- und Treeneschiffahrt“ damit was zu tun.) Später – schon umgebaut mit „Sitzen auf dem Dach“ – sah ich das Schiff im Hafen von Dömitz, bei der Mündung der „Müritz-Elde-Wasserstraße“.

    Aktuell ist die ehemalige „Eilenau“ als „Cospuden“ auf dem „Cospudener See“ – etwa acht Kilometer Luftlinie südlich vom Hauptbahnhof Leipzig – zu finden. Wer in Google „MS Cospuden“ bei der Bildersuche eingibt, erhält eine Reihe von Treffern. Auf den Bildern sind teils auch die Taschen, in denen einst die Anlegemagneten installiert waren, gut zu erkennen.

    Weitere Links:
    http://www.leipzigseen.de/kultur-entspannung/dampferfahrt/ms-cospuden.html
    http://www.aufinsabenteuer.de/

    Gruß
    Der Werner

    #76750

    MichaelS
    Keymaster

    Moin Werner,

    besten Dank für´s Finden 🙂 . Als schön ist das neue Oberdeck ja nicht zu bezeichnen, allerdings dürfte es für den jetzigen Einsatz einen großer Pluspunkt sein, hier noch ein Bild des Schiffes http://www.leipzigerneuseenland.de/erlebnistouren/oeffentliche-touren/fahrgastschifffahrt/rundfahrten-mit-der-ms-cospuden-auf-dem-cospu

    Gruß
    Michael

    #76751

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Michael,

    diese nachträglichen Umbauten zur Erhöhung der Fahrgastkapazität einerseits und der Schaffung von Freideckplätzen andererseits führen immer zu seltsamen Bauformen. Auch die einstige „Alsterschipper“, die jetzt als „Onkel Albert“ von Prenzlau aus fährt (siehe Deinen eigenen Beitrag) hat auch so einen „Rucksack“.

    Der Cospudener See ist aus einem Tagebau entstanden und hat eine Wassertiefe bis zu 55 Meter. So viel Tauchtiefe stand dem Schiff wohl an keiner anderen Station seines Lebenslaufes zur Verfügung. Also immer gut in Farbe halten, damit keine Rostlöcher kommen 😉 .

    Gruß
    Der Werner

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