Welche Schiffe waren „Partyschiffe“

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Reeperbahn vor 13 Jahre.

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    imported_chris
    Mitglied

    Hallo,

    hat hier jemand einen Ãœberblick, welche Typschiffe, zu „Partyschiffe“ umgebaut wurden (und wann)?

    Ich weiß nur sicher, dass die „St. Pauli II“ (ex „Sülldorf“) 1977 zum Partydampfer wurde.
    Welche Schiffe noch?

    Und: Bei der ex „Sülldorf“ ist beim Umbau das offene Heck mit Fenstern verschlossen worden. bei welchen Schiffen ist das noch passiert?

    Grüße, Christian

    #70963

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Hallo Chris,

    in Art und Umfang wurde kein weiteres Schiff vergleichbar zur St. Pauli umgebaut. Bei der Pöseldorf wurde  etwa zur gleichen Zeit das Oberdeck mit dem vormals abnehmbaren Dach endgültig geschlossen; bei der Niendorf wurden einige kleine Veränderungen/Renovierungen an Bord vorgenommen. Grundlegend umgebaut wurde sonst keines der Typschiffe. Als regelmäßige Partyschiffe dienten über viele Jahre die Vierhunderter Altenwerder (II) und Reeperbahn.

    Wegen des komplett geschlossenen Hauptdecks gab es bei der St. Pauli manchmal Probleme mit der Lautstärke des Fahrmotors bzw. der Lager. Bei etwas mehr als halber Fahrt, der üblichen „Party-Geschwindigkeit“ also, waren der Motor bzw. die Lager unangenehm laut, so dass der Schiffsführer gebeten wurde, eine Stufe höher oder niedriger zu fahren. Wie bei allen E-Schiffen üblich, konnte die Motordrehzahl nicht stufenlos gewählt werden.

    Gruß

    Michael

    #70964

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Noch eine Ergänzung zu diesem Thema:

    Die Hadag veranstaltete die Partyfahrten nicht selbst. Der Versuch, dies mit der „St. Pauli“ (II) zu tun, ging schief! Statt dessen wurden die Schiffe von den Betreibern der Gastronomie für die Abendstunden eingechartert. Am erfolgreichsten war viele Jahre die Fa. Hackbarth und Berschiek mit der „Altenwerder“ (I) bzw. (II). Besonders zur Partysaison im Herbst konnten gleich mehrere Schiffe voll besetzt auf die ca. dreistündige Hafen- und Elbtour gehen. Danach machten die Schiffe an den Landungsbrücken fest und die Party ging dann meist auch recht schnell zu Ende. Die Fa. Meyer war soetwas wie die Nummer Zwei im Partygeschäft, kam aber selten auf mehr als ein Schiff und auch das nur während der „partytechnischen“ Hauptsaison. Für die Hadag-Besatzung bedeuteten diese Fahrten (neben Überstunden) noch mindestens zweierlei: eine geruhsame, weil langsame Fahrt durch den dann recht verkehrsarmen Hafen und – viel Arbeit beim Aufräumen! Da es an den Landungsbrücken kaum eine Möglichkeit gab, die Berge von Müll zu entsorgen, nahmen die Dampfer die blauen Säcke mit zum Hübenerkai. Dort lag eine Schute für den betrieblichen Müll und dahinein warfen Schipper und Deckmann den Müll noch mitten in der Nacht. Natürlich mußten sie auch noch das Schiff säubern, was meist schon auf dem Weg von den Landungsbrücken zum Hübenerkai erfolgte. Als kleines Dankeschön bekam die Besatzung im Voraus vom Gastronomen zumeist eine „kalte Platte“ ins Ruderhaus.

    Durch die meist schnell beschlagenen Scheiben bekamen die Fahrgäste gar nicht mit, wo sich das Schiff gerade befand. So konnte der Schipper auch mal so zum Spaß irgendwohin „dudeln“, wo er sonst nicht oder nur selten hinkam  ;).

    #70965

    Reeperbahn
    Teilnehmer

    Sorry, mir ist da ein kleiner Fehler unterlaufen! Der „zweitgrößte“ Gastronom war nicht Fa. Meyer, sonden die Firma Voss! Habe ich irgendwie verwechselt.. :-

    Michael

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