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  • als Antwort auf: Kollisionen mit Hafenfähren #74678

    bera
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    Crash am Bubendey- Ufer

    Am 10.5.2015 gegen 14:38 kollidierte die Hafenfähre REEPERBAHN mit einer für ein Anlegemanöver hohen Geschwindigkeit und in einem Winkel von geschätzten 45 Grad erst mit dem Ponton und dann mit dem danebenliegenden Dalben. Daraufhin schrieb ich folgenden Brief an die HADAG:

    Werte Damen und Herren der HADAG, Hamburg, den 10.05.2015

    erlauben Sie, dass ich mit diesen Zeilen an Sie herantrete.

    Grund ist ein Vorfall, der mich tatsächlich von den Füssen riss. Am heutigen Tage stand ich ab ca. 14:10 Uhr am Anleger Bubendey- Ufer, um photographische Aufnahmen der vorbeifahrenden Schiffe und der nahen Auslaufparade zum 826. Hafengeburtstag zu erstellen. Gegen 14:37 fiel mir die Hafenfähre REEPERBAHN auf, die sich mit hoher Geschwindigkeit und in einem ungewöhnlich steilen Anfahrtswinkel auf den Anleger zubewegte. Auch kurz vor dem Anleger änderte der Schiffsführer die Geschwindigkeit unwesentlich, worauf ich gegen 14:38 Uhr zwei Photos erstellte, die kurz vor der Kollision der Fähre mit dem Anleger und dem Dalben entstanden.

    http://213.198.2.121/1/BERA5279.jpg

    http://213.198.2.121/1/BERA5280.jpg

    Ein drittes Photo konnte ich nicht mehr machen; ich war zu Boden gefallen. Auf dem Ponton vernahm ich Schreie der weiteren anwesenden Photographen und Fahrgäste, die Richtung Schiffsführer gerichtet waren. Auf der Brücke, bzw. der Brückennock an Backbord befanden sich mehrere Personen, die lachend den Vorfall dokumentierten.

    Nach dem folgenden Anlegermanöver und dem Absetzen der Fahrgäste fuhr das Schiff Richtung Finkenwerder weiter, ohne dass sich der Schiffsführer nach dem Befinden der Personen auf dem Anleger erkundigt hatte. Ich hatte den Eindruck, dass sich niemand ernsthaft verletzt hatte. Einige Anwesende riefen dem Schiffsführer hinterher, er solle nicht „soviel Rotwein saufen“.

    Gegen 14:50 Uhr kam das Schiff von Finkenwerder zurück, wieder mit hoher Geschwindigkeit und unsicherer Fahrweise. Vor dem Anleger ging das Tempo der Fähre kaum zurück. Um 14:52 knallte die Fähre mit dem Heck an den Dalben des Anlegers. Wieder ging ein Schreien über den Anleger.

    http://213.198.2.121/1/BERA5360.jpg

    Auch nach diesem Crash fuhr das Schiff nach dem Anlegen und dem Absetzen der Fahrgäste weiter,
    als wäre nichts geschehen. War dies Fahrerflucht?

    Als die Fähre um 16:08 wieder am Bubendey- Ufer anlegte, diesmal ohne Auffälligkeiten, konnte man den Schaden der 1. Kollision mit dem Dalben, Risse im Schanzkleid und dem Anstrich, deutlich am Bug sehen.

    http://213.198.2.121/1/BERA5493.jpg

    Ich möchte an dieser Stelle meinen Unmut über die unglaubliche Fahrweise und das fahrlässige Verhalten Ihres Schiffsführers zum Ausdruck bringen. Ich bin als langjähriger Fahrgast Ihres Unternehmens wirklich schockiert über diesen Vorfall und stelle an dieser Stelle die Frage, ob ich auf Ihren Schiffen und Anlegern bei derartigem Personal noch sicher bin?

    In Erwartung einer zeitnahen Stellungnahme“

    Hier meine Frage an die Leser des Beitrages:

    War jemand als Fahrgast oder Photograph auf dem Anleger und hat den Vorfall photographiert?

    Gruß

    Michael Bera

    als Antwort auf: Historische Hafenphotos #76720

    bera
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    Moin, moin,
    auch von hier Danke für den Link zur MOZART.

    Das Schiff sieht besser aus, als ich vermutete. Die RICHARD WAGNER wird sicherlich im Innenbereich auch nicht mehr viel Originalsubstanz haben (noch ne Vermutung). Allerdings sind die Aufbauten hier alle erhalten.

    Gruß

    Michael Bera

    als Antwort auf: Historische Hafenphotos #76717

    bera
    Teilnehmer

    Hallo Werner,

    je unvollständiger ein Schiff ist oder je verbauter, desto größer ist natürlich der Aufwand für den Rückbau. Was es für ein Irrsinn ist, ein Schiff zu rekonstrieren, von dem nur noch ein Rumpf vorhanden ist, sieht man zum Beispiel des Dampfer PRINZ HEINRICH aus Leer. Finanziell ist so ein Projekt „ein Fass ohne Boden“, auch wenn alle Beteiligten mit äußerster Leidenschaft mitarbeiten.

    So wird auch die MOZART, sofern noch existent, nur die „zweite Geige“ spielen, mein Favorit ist die RICHARD WAGNER. Aber DANKE für den Hinweis ! Wer weiss…

    Abschließend wieder ein Photo des Herrn Voß, es zeigt einen Dampfer der H.B.E.L. um 1955, Blankenese anlaufend.

    Gruß

    Michael

    als Antwort auf: Historische Hafenphotos #76714

    bera
    Teilnehmer

    Es sollte schon ein Schiff der H.B.E.L. sein, entscheident ist hier die Größe (für den Geldgeber). Vielleicht ist es an der Zeit, daß wir uns mal zusammen setzen ?

    Gruß

    Michael

    als Antwort auf: Historische Hafenphotos #76711

    bera
    Teilnehmer

    Moin Michael,
    das Geld für ein solches Schiff wäre vorhanden! Allerdings möchte ich die Einzelheiten hier nicht ausbreiten. Ich sehe das Problem eher im Betrieb des Schiffe, unter welcher Regie sollte es fahren ?
    Museumshafen Oevelgönne ? SHM ? HADAG ? Privatbetreiber mit ehrenamtlicher Besatzung (z.B. Matthias Kruse, Eigner der ST. GEORG)?

    Ein Betrieb wäre nur als Traditionsschiff möglich und sicher nicht in Konkurenz zur HADAG oder den Barkassenbetrieben.

    Hast Du weitere Ideen ?

    Gruß

    Michael

    als Antwort auf: Historische Hafenphotos #76709

    bera
    Teilnehmer

    Moin Michael,

    danke für den Hinweis. Mir fehlt einfach das Fachwissen, doch zum Glück gibt es Elbdampfer- Hamburg !

    Hier ein weiteres Photo des Herrn Voß, die Identifizierung fiel mir nicht schwer, es ist die LORTZING auf dem Weg von Blankenese nach Cranz.
    Erstellt wurde das Photo um 1955. Es wäre doch ein Traum, eines dieser Schiffe wieder in Hamburg fahren zu sehen, oder ?

    Gruß

    Michael

    als Antwort auf: Ex HADAG Schiffe mit Geschichte #71662

    bera
    Teilnehmer

    Moin Michael,
    danke für die Informationen.

    Die FRANZ SCHUBERT steckt ja wohl in Belgien, gibt es hier Hinweise zum genauen Verbleib?

    Tragen Binnenschiffe, auch Hausboote, eigentlich auch IMO- Nummern ? Vielleicht bekommt man so den Standort heraus.

    Gruß

    Michael Bera

    als Antwort auf: Ex HADAG Schiffe mit Geschichte #71660

    bera
    Teilnehmer

    Moin moin,

    ist jemandem der aktuelle Aufenthalt der RICHARD WAGNER bekannt? Bei Yachtworld.COM war das Schiff als Hausboot Ende 2008 verkauft worden, hiernach verliert sich die Spur. Ist es möglich, das das Schiff noch immer in Frankreich vor Anker liegt ?

    Jeder Antwort meinen Dank

    Gruß

    Michael Bera

    als Antwort auf: Historische Hafenphotos #76707

    bera
    Teilnehmer

    Ich freue mich über Ihre durchweg positive Resonanz auf die Photos des Herrn Voß. Leider ist es mir nicht möglich, digitale Kopien der Photos für den Privatgebrauch zu versenden, da ich die Photos z.Zt. für Publikationen aufbereite. Ich rechne mit Ihrem geschätzten Verständnis.

    Hier ein weiteres Photo eines Fährschiffe, es könnte die MOZART sein.

    [attachment=0:2adnaze6]Faehre_nach_Hamburg.jpg[/attachment:2adnaze6]

    Gruß

    Michael Bera

    als Antwort auf: Hafenrundfahrten im Wandel der Zeit #74444

    bera
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    1952.
        Die sichtbaren Spuren des Krieges sind fast beseitigt, der Wiederaufbau läuft auf vollen Touren. Die Arbeit im Hafen nimmt wieder einen gewohnten Gang und sogar Touristen in Lederhosen sind auf den Hafen- Rundfahrtschiffen zu sehen.
    1955.
        Die ersten neuen Rundfahrtsschiffe sind in Betrieb, auf der Stülcken- Werft liegt ein Schiff unter Dampf im Trockendock, der Wind kommt von Osten….
    1958.
        Es scheint so, als wenn der Trenchcoat Mode ist, das „Wirtschaftswunder“ nimmt seinen Lauf.
    1959.
        Auch die Barkassen an den Landungsbrücken und im Jonashafen haben wieder Hochbetrieb, die Schiffe sind voll. Der Aufbau im Hafen ist fast abgeschlossen und nur noch wenige Orte, wie der zerstörte U- Bootbunker, zeugen von der Vergangenheit.

    als Antwort auf: Re: Frage an die Fotoprofis #74617

    bera
    Teilnehmer

    Moin Dieter,
        es ist egal, in welcher Auflösung Du fotografierst, es wird nicht mehr oder weniger Licht benötigt. Du kannst also loslegen wie immer. Die höchste Auflösung, mit der Deine Kamera Bilder macht, ist auch die höchste Qualität, die Deine Kamera liefern kann.
        Versuche immer, die Fotos mit 100- max 200 ISO zu erstellen, da Du sonst Gefahr läufst, „grobkörnige“ Bilder zu erhalten.
        Hat Deine Kamera die Möglichkeit, Fotos im TIF- oder RAW- Format zu liefern (300 dpi), nehme diese Einstellung trotz höheren Speicherbedarfs. „Normale“ Kameras haben das JPG- Format mit 72 dpi (Druckpunkte per inch) und durch die Komprimierung leider auch „Bonbonfarben“.

    Gruß

    Michael

    als Antwort auf: Hafenrundfahrten im Wandel der Zeit #74442

    bera
    Teilnehmer

    1945.
        Die Stunde Null. Alle Räder stehen still, der Krieg ist beendet. Hamburg gleicht einer Trümmerwüste, der Hafen einem Schiffsfriedhof. Bis in die 6oer Jahre des letzten Jahrhunderts werden einige Wracks noch nicht gehoben sein. Touristen und Fotos von Hafenrundfahrten gibt es keine.
    1946.
        Es fehlt an Lebensmitteln, Brennstoffen, Bekleidung, Medizin, jedoch nicht am Willen, am Leben zu bleiben. In der Rangliste der Wichtigkeiten steht eine Hafenrundfahrt noch auf den letzten Plätzen.
    1947.
        Die ersten regelmäßigen Fährverbindungen haben ihren Betrieb wieder aufgenommen, auch die verbliebenen Dampfer der HADAG und einiger Barkassenbetriebe gehen wieder auf die Hafenrundfahrt. Man freut sich auf einen schönen Tag im Hafen.
    1948.
        Die Kinder der Stadt sind zurück aus der Landverschickung. Einige von Ihnen sahen noch nie ihre Eltern, wohnen bei Verwandten oder in Heimen der Hansestadt. Sie werden diejenigen sein, die ein Leben lang an den Folgen der Vergangenheit zu tragen haben.
    1949.
        Gründung der Bundesrepublik Deutschland, die D-Mark wird zur festen Größe. Die Trümmer in der Stadt sind zum großen Teil beseitigt, der Aufbau beginnt….
    1950.
        Eine Schulklasse aus Wandsbek vor der Abfahrt zu einer Hafenrundfahrt. Markenbekleidung wie Addidas, Levis oder Joop sind unbekannt, man ist froh, überhaupt Tragbares am Leib zu haben.

    als Antwort auf: Hafenrundfahrten im Wandel der Zeit #74441

    bera
    Teilnehmer

    1939.
        Das Jahr, in dem der II. Weltkrieg beginnt. Der hier des öfteren zitierte „Mann mit dem Seiten…) hat sich vervielfältigt. Anlässlich einer Barkassenrundfahrt hat er sich in der hinteren Reihe postiert. Die anderen Fahrgäste nehmen von ihm keine Notiz.
    1940.
        Die letzte Karte meiner Sammlung der Hafenrundfahrten bis 1945 (Kriegsende). Noch einmal genießt man den Sommer, den Geruch vom Meer und das Wellenplätschern am Bootsrumpf.
    1943.
        Hamburg fällt in Schutt und Asche, die Werftanlagen im Hafen sind zerstört oder kurz davor. Niemanden ist nach einer Hafenrundfahrt, dies wird sich bis 1947 nicht ändern.

    als Antwort auf: Hafenrundfahrten im Wandel der Zeit #74440

    bera
    Teilnehmer

    1936.
        Man tankt Kraft im Hafen und durch Freude. Mit der Wirtschaft geht es steil Berg auf, man ist stolz aus diesem Teil der Welt zu kommen.
    1937.
        Es ist der 16. September 1938, auf der KARL HEINZELMANN freut man sich auf den Tag….
    1938.
        18. Juli 1938, keine vier Monate noch bis zur Reichskristall- Nacht…..Auf der letzten Karte glaubt man den Mann mit dem Seitenscheitel zu sehen, der auch hier über alles wacht.

    als Antwort auf: Hafenrundfahrten im Wandel der Zeit #74439

    bera
    Teilnehmer

    1936.
        In Spanien beginnt der Bürgerkrieg, in Berlin die olympischen Sommerspiele. Auf dem Dampfer haben sich Menschen eingefunden, die ich anhand dieser Karte und drei Ausschnitten vorstellen möchte. Auf dem letzten Ausschnitt finden sich wohl eine armenische Auswandererfamilie auf der Durchreise, was mag sie wohl zu dieser Zeit hier erlebt und gedacht haben ?

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