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  • als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71126

    Werner
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    Hallo Forum

    Zu wenig Fahrgäste!

    Fahrgäste wollen auch umworben sein. Dazu schrieb ich bereits am 20 Februar 2012 in diesem Forum. @Werner wrote:

    Auf der bereits am 12. Februar 2012 beendeten Messe „Reisen Hamburg“ gab es einen Gemeinschaftsstand für den Hamburger Tourismus (Stadtrundfahrten, ATG, Rote Doppeldecker und so weiter). Dort wurden auch die „Tollen Törns“ der HADAG verteilt – nur leider die von 2011(!). Das ist nicht sinnvoll.

    Aber ich kann noch viel weiter zurückblicken:

    Hat noch jemand ein Kursbuch der DEUTSCHEN BUNDESBAHN – aus den 1970er Jahren? Vor mir liegt das „Kursbuch – Gesamtausgabe Sommer 1978“. Für das Niederelbegebiet findet man dort die Kursbuchtabellen:

    – 10010 Hamburg-Cuxhaven-Helgoland
    – 10030 Elbefähre Cuxhaven-Brunsbüttel
    – 10031 Auto-Fähre Glückstadt – Wischhafen
    – 10033 Lühe-Schulau Fähre
    – 10040 Hamburg-Harwich

    Aus anderen Gebieten finden sich Fahrplantabellen der „Oberweser Dampfschiffahrt“ und „Mindener Fahrgastschiffahrt“. Dort sind Fahrplantabellen der Fahrgastschiffahrt auf Rhein und Mosel zu finden und man stellt fest, daß dort nicht nur die „Köln-Düsseldorfer“ fährt. Fahrplantabellen von den Bayrischen Seen…

    Es findet sich jedoch keine Fahrplantabelle für den HADAG-Niederelbedienst, obwohl der seinerzeit sicher noch bedeutsamer war als heute. Über diese Tatsache habe ich mich schon damals gewundert. Ich glaube, daß die Bewerbung (regional und überregional) des Ausflugsverkehrs auf der Niederelbe schon lange unzureichend war. Touristen von nah und fern mussten und müssen wesentlich deutlicher auf die Niederelbeverbindung aufmerksam gemacht werden. Wo finden Touristen, die mit PKW, Bus oder S-Bahn nach Blankenese gekommen sind, einen Hinweis auf den Niederelbedienst? Im Fahrplankasten Op‘n Bulln! Der muß jedoch erstmal gefunden werden.

    1970 / 1971 habe ich auf der einstigen BP-Raffinerie Waltershof gearbeitet. Von den Landungsbrücken gab es damals einen Werksverkehr zur BP-Raffinerie mit den Zwischenstationen Neumühlen und Parkhafen (eine Fahrt morgens und eine nachmittags zum Feierabend zurück). Damals fand ich die „Jan Molsen“ und ihre Schwestern ganz toll – waren wirklich schnieke Schiffe. Diese Schiffe kamen auf der Verbindung häufiger zum Einsatz.

    Man schaue sich einmal das Bild der „Jan Molsen“ zu Christians Leitartikel an. Das war mal ein schönes Schiff. Attraktiv wirkt es auf Touristen sicher nicht. Und eine attraktive Fahrt, mit eindrucksvollen Elbpanoramen, dem Hauch einer Seefahrt, verspricht der Anblick dieses Schiffes auch nicht. Und der Vorgänger, die rote „Tonndorf“ war da nicht besser. Die „Kirchdorf“ in ihrer aktuellen Farbgebung sieht repräsentativer aus.

    Der Fahrgastmangel wird wohl nicht nur am geänderten Freizeitverhalten liegen – es liegt wohl auch an der Art der Präsentation.

    Der Werner

    Nebenbei bemerkt:
    Auf den Werksfahrten von den Landungsbrücken zur BP-Raffinerie und zurück kamen ab und an auch Schiffe vom Typ I zum Einsatz. Damals wurde der neue Elbtunnel gebaut. Mehrmals habe ich erlebt, daß die Elbe für den Schiffsverkehr gesperrt wurde, weil die Segmente für die Tunnelröhre versenkt oder zu dem Zweck aus dem Maakenwerder Hafen auf Position geschleppt wurden. Für mich immer ein faszinierendes Spektakel. Die meisten ärgerten sich jedoch, da man zum Feierabend schon mal 30 oder 40 Minuten später an den Landungsbrücken ankam.
    Die BP hatte damals zwei Barkassen – „BP 1“ und „BP 2“. Von Neumühlen aus war damit eine stündliche Verbindung zum Werksgelände nach Waltershof gegeben. Zum Arbeitsbeginn um 07:00 Uhr und zum Feierabend um 16:00 Uhr wurde der Barkassenverkehr verstärkt. Eine dieser Barkassen war recht schnell und hat bei damals stattfindenden „Barkassenregatten“ mehrmals gewonnen.

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71124

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Forum,

    Um den Niederelbeverkehr erfolgreich betreiben zu können, bedarf es ein paar Mindestvoraussetzungen. Eine dieser Voraussetzungen ist die Publikation, das Bekanntmachen eines solchen Angebots. Auf der bereits am 12. Februar 2012 beendeten Messe „Reisen Hamburg“ gab es einen Gemeinschaftsstand für den Hamburger Tourismus (Stadtrundfahrten, ATG, Rote Doppeldecker und so weiter). Dort wurden auch die „Tollen Törns“ der HADAG verteilt – nur leider die von 2011(!). Das ist nicht sinnvoll. Ich sprachTourismusvertreter aus Stade und dem „Alten Land“ an deren jeweiligen Ständen über die für 2012 geplanten Veränderungen im Niederelbedienst an. Sie zeigten sich erstaunt und waren darüber anscheinend nicht informiert.

    Nach dieser Erkenntnis habe ich die „Stade Tourismus-GmbH“, den „Tourismusverein Altes Land e.V.“ und die „Hamburg Tourismus GmbH“ per Mail angeschrieben. Darin beschrieb ich die für 2012 geplanten Änderungen im Niederelbedienst und fragte nach, ob es von Seiten der Tourismusverbände Initiativen gibt, dem entgegenzuwirken.

    Die Hamburg Tourismus GmbH hat bis heute nicht geantwortet.

    Der Tourismusverein Altes Land e.V. Antwortete am 13. Februar 2012: Dort wird die Einschränkung im Niederelbedienst als echtes Problem angesehen. Dort ist man bezüglich einer Wasserverbindung in das Alte Land im Gespräch (mit wem auch immer) und hofft, daß sich sehr bald eine „tolle Wasserverbindung von Hamburg in das Alte Land ergibt“. Ansonsten wird auf die Verbindung mit Fähre 62 und Bus 150 bis Cranz verwiesen.

    Aus Stade antwortete mir das STADEUM am 14. Februar 2012: Demnach bezahlte die Stadt Stade eine Defizitausgleich an die HADAG. Zudem gab es im vergangenen Jahr bei der HADAG ein Personalproblem bezüglich der Arbeitszeit, welches nur mit zusäzlichem Personal und damit verbundenen Mehrkosten lösbar ist. Grundsätzlich ist man dort mit der HADAG weiter im Gespräch und thematisiert den Sachverhalt im Tourismusverband des Landkreises.

    Wollen wir mal sehen, ob sich aus den Initiativen der Tourismusverbände was ergibt.

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71120

    Werner
    Teilnehmer

    @Reeperbahn wrote:

    Es gäbe sicher viele Event-Fahrten, die in einem ganzjährigen Tourenkalender zusätzlich zum Linienverkehr angeboten werden könnten. Ob das nun die Matjestage in Glückstadt, Kirschblütenfeste im Alten Land oder Erlebnis-Gastrofahrten sind.
    Bei vielen Reedereien im In- und Ausland werden solche Fahrten alternativ angeboten, d. h. an diesen Tagen wird der planmäßige Verkehr ganz oder teilweise ausgesetzt und so auch im Fahrplan vermerkt.

    An Ideen mangelt es also gewiß nicht, allein der Glaube fehlt (mir… :- )

    Hallo,

    es fällt mir schwer mich zurückzuhalten. Und wenn es an Ideen nicht mangelt, wieso fehlt unseren Hamburger Elbreedereien dann der Mut sie umzusetzen? Ist unser Hamburger Naturell wirklich so? Dann dürfte es einen Albert Ballin, der mit seiner „Auswandererstadt“ Maßstäbe setzte und die Kreuzfahrt erfunden hat, nie gegeben haben.

    Zu den Event-Fahrten möge man sich mal die Seiten der Sächsischen Dampfschiffahrt ansehen. Zur Flottenparade am 01. Mai 2012 und zur Dampferparade am 18. August 2012 stehen faktisch keine Einheiten für den Linienbetrieb zur Verfügung.
    http://www.saechsische-dampfschiffahrt.de/deutsch/fahrtenangebote/sommer-sonderfahrten.html

    Die Donaureederei Wurm + Köck bietet Seniorenfahrten an (siehe Fahrplantabelle etwas weiter unten).
    http://www.donauschiffahrt.de/de/type-100105815_ort-100078101/obernzell.html

    Es gab hier mal die Este-Reederei Buxtehude, die über einige Jahre mit leidlichem Erfolg Ausflugsfahrten auf Ober- und Unterelbe durchführte. So liebenswürdig die „Forelle“ auch war. War wohl schon damals zu langsam und für längere Fahrten zu wenig Gastronomie. Auch fehlte es den Betreibern wohl am nötigen Kapital für eine Expansion zu einem wirklich attraktiven Betrieb. Aber ich glaube – in deren Adern floss das richtige Blut.

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71118

    Werner
    Teilnehmer

    @Reeperbahn wrote:

    Brunsbüttel ist übrigens zu weit. Wichtig wäre ein leidlich schnelles Schiff, damit zumindest Stadersand weiterhin angelaufen werden kann.

    Hallo zusammen,

    natürlich war Brunsbüttel überzogen. Aber ich kann mich erinnern, daß mindestens bis in die sechziger Jahre hinein planmäßig bis nach Wischhafen gefahren wurde. War mit Prüsse seiner „Warsteiner Solar“ (anno 2003 oder 2004) mal zu den Matjestagen nach Glückstadt. Ist eine schöne Fahrt gewesen, mit Frühstück an Bord und am Nachmittag mit Kaffee. Und wenn dann ein etwas schnelleres Schiff zur Verfügung stände, dann würde Glückstadt sicher ein lohnender Endpunkt einer Niederelbelinie sein. Der Weg vom Hafen zum Glückstädter Marktplatz ist fußläufig erreichbar. Diesbezüglich ist die Verbindung attraktiver als die nach Stade über Stadersand. Glückstadt ist zwar nicht im HVV. Aber für 9,– € kann man mit SH-Ticket mit der Bahn nach Hamburg zurück. (Siehe im Online-Fahrplan des HVV – GEOFOX.) Abfahrt stündlich, Fahrzeit etwa eine Stunde. Eine ordentliche Gastronomie und kurze aber informative Erklärungen sind nie falsch. Vor allen Dingen sähe ich hier auch Fahrgäste aus Glückstadt, die zu den Landungsbrücken fahren und dann mit der Bahn zurück.

    . @Flooster wrote:

    .Nach meiner Einschätzung war ganz eindeutig die größte Zahl der Fahrgäste Ausflügler nach Lühe und Stade, die dann abends wieder zurückfahren wollten.

    Für Stade mag die HADAG darauf spekulieren, dass die Besucher mit der Bahn zurückfahren.
    Aber 60 – 70 % der Leute sind in Lühe ausgestiegen und von dort kommt man sehr viel schlechter an die Bahnlinie.

    Und genau für die Fahrgäste, die in Lühe aussteigen, ist der Auffenthalt mit weniger als zwei Stunden zu knapp bemessen. Fußweg nach Steinkirchen, zum Kaffee einkehren und zurück ist zeitmäßig doch nicht drin. Bleibt die Budenstadt am Anleger.

    Frage an Flooster: Waren an Bord denn auch Fahrgäste, die nur die Fahrt in Richtung Landungsbrücken machten?

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71115

    Werner
    Teilnehmer

    @MichaelS wrote:

    So langsam wird es aber bös off-Topic, aber warum scheitert es mangels Masse?

    Hallo Michael,

    es scheitert mangels Masse, weil zum Beispiel auch die „Witte Swan“ kein aktives Schiff mehr ist – und das trifft für viele andere Einheiten eben auch zu. Du selbst hast beschrieben, daß es schwierig ist, Schiffe für dem Personenverkehr zu reaktivieren.

    @MichaelS wrote:

    Aber Ideen geben und Nachdenken ist ja nicht verboten – vielleicht liest ja wer mit 😉 .

    vom 26.01.2012

    Und wenn jemand mitlesen sollte, dann sollten wir hier Möglichkeiten beschreiben, die eine Schiffsverbindung von Hamburg ins Alte Land (oder darüber hinaus – meinetwegen bis Brunsbüttel ::)) erhält oder auch zukünftig ermöglicht. Egal, ob die HADAG, ein Verein, einer der Rundfahrtunternehmen oder eben der finanzkräftige Grieche die Linie betreibt. Wir sollten nicht kontraproduktiv wirken und „Verhinderungsmaßnahmen“ beschreiben. Vielmehr sollten wir motivierend wirken. Den Traummodus (@ Reeperbahn) nicht ausschalten – aber eventuell Träume wahr werden lassen.

    Der Bürgermeister von Wedel will ja wohl mit der HADAG sprechen. Vielleicht kommen seine Amtskollegen aus Stade, Grünendeich und Steinkirchen ja auch noch auf die Idee.

    Das soll es von mir jetzt auch vorerst gewesen sein. Das Forum hat so viele Mitglieder – wieso schreiben nur wir beide???

    Der Werner

    Schöne Schiffe müssen auch schöne Ziele haben.

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71113

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Michael,

    Deine Vorliebe für Schiffsoriginale auf der Niederelbeline teile ich ja gerne. Nur leider scheitet das wohl mangels Masse. Da die Linie unter einer GmbH oder AG nicht wirtschaftlich zu betreiben scheint und für Vereine keine passenden historischen Schiffe zur Verfügung stehen, soll es wohl keine Personenschiffahrt zwischen Hamburg und dem Alten Land mehr geben. Soll man sie einfach so sterben lassen??? Man mag mich jetzt für stur und hartnäckig halten – aber es gibt gegenteilige Beispiele:

    So erwähnte ich bereits den Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ aus Lauenburg, der erst zum musealen Dienst dauerhaft auf der Elbe heimisch wurde. Hamburg wird von ihn nicht mehr angelaufen, weil oberhalb der Elbbrücken, seit der Entfernung der Pontonanlage „Norderelbbrücke“, kein stadtnaher Landesteg auf Hamburger Gebiet vorhanden ist.

    Auf der Weser fährt der Raddampfer „Wappen von Minden“. Dieses in Prag gebaute Schiff wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Heinz Trost (†) von der Elbe zur Weser geholt. (Man frage mal bei den Dampfschiffern im Museumshafen Oevelgönne, bei den Leuten vom „Kaiser Wilhelm“ in Lauenburg oder bei Matthias Kruse vom Alsterdampfer „St. Georg“ nach Heinz Trost. Der ist als Spezialist für historische Dampfschiffe bei allen sehr gut bekannt gewesen.) Siehe auch hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_von_Minden
    http://www.raddampfer-minden.de/
    http://www.schiffmuehle.de/Raddampfer/raddampfer.html

    Es fahren also auch unter historischen Gesichtspunkten Schiffe in „fremden Gewässern“.

    Der Werner

    als Antwort auf: Eiswinter 2012 – Fähreinschränkungen #78056

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Forum,

    bin am vergangenen Donnerstag zur Mittagszeit mit Linie 62 vom Sandtor nach Finkenwerder gefahren. Dann weiter mit Linie 64 nach Teufelsbrück. Beide Schiffe waren gut besetzt. Selbst auf dem sehr kalten Oberdeck waren etliche Sehleute mit Kameras, die die Fahrt über die vereiste Elbe im Bild festhielten. Am Elbstrand waren für einen Wochentag doch recht viele Spaziergänger zu beobachten. Ein Beleg dafür, daß auch bei schönem Winterwetter Touristikschiffahrt möglich ist.

    Die Betriebseinstellung auf der Fährlinie Wischhafen – Glückstadt ist leider wieder ein Argument, für die Befürwortet der dort geplanten Autobahnquerung.

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71111

    Werner
    Teilnehmer

    @MichaelS wrote:

    Moin Zusammen,

    zurück in die Gegenwart. Nun nimmt sich auch die Presse der Fahrplanänderung an – in Wedel ist man “not amused”

    Na klar! Da wird ein schnieker neuer Anleger gebaut – und dann wird von anderer Seite der Rückzug eingeläutet.

    Im Artikel vom Wedel-Schulauer Tageblatt wird im letzten Satz eine tägliche Fährverbindung nach Hamburg angestrebt. Das ist auch meine Meinung. Ein zu geringes Angebot spart jede Verbindung zu Lande und zu Wasser kaputt.
    Nicht weniger – mehr Verbindungen sind die Lösung. Eventuell mit einem Hinweis auf dem Fahrplan „Bei gutem Wetter zusätzliche Abfahrten“. (In anderen Bereichen würde man das unter unternehmerische Flexibilität verbuchen.)

    @MichaelS wrote:

    Schiffe von der Weser oder eine historische Inselfähre fände nicht passend – da bin ich Purist ;D , es müsste aber kein Typschiff sein.

    Ein Schiff “nach Hause” holen wäre natürlich eine Möglichkeit, aber neben der finanziellen Frage stellt sich noch die der Zulassung, ist das Schiff kein zugelassenes Passagierschiff mehr wird es schwierig. Dies spricht -neben den von Dir genannten Argumenten – u.a. auch gegen die noch vorhandenen H.B.E.L. Schiffe.

    So schön ein Typschiff oder ein anderer alter HADAG-Dampfer auch sein würde – man kann sich das Leben diesbezüglich auch unnötig schwer machen.
    Die Zulassung eines Schiffes und die Genehmigung eines Linienbetriebs auf einer bestimmten Strecke sind neben Personalproblemen sicher schon schwierig genug. Wenn man jetzt noch soundsoviele Schiffe ausschließen möchte, weil sie nicht für die Elbe, sondern für Boddengewässer gebaut wurden, weil sie der Loreley huldigen und nicht Hammonia, dann wird es natürlich sehr schwierig passende Einheiten zu finden. Die „Warsteiner Queen“ und spätere „Jeverland“ war auch kein für die Elbe gebautes Schiff (zuletzt – wenn ich mich nicht irre 2003 – sah ich das Schiff auf der Mosel nahe Cochem). Zudem fuhren HADAG-Schiffe auch oft in „fremden“ Gewässern. In der Zeit zwischen Kriegsende und Währungsreform zum Beispiel zu so mancher Nordseeinsel (Helgoland kam da noch nicht in Frage!).
    Also zunächst nicht die Schiffe, sondern die Linie betrachten. Ohne Fahrtstrecke braucht man keine Schiffe. Jedoch geht eine (Fähr-)Linie nicht ohne Schiffe!

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71108

    Werner
    Teilnehmer

    @MichaelS wrote:

    Ein historisches Passagierschiff, dass den Niederelbeverkehr in Trägerschaft eines Vereins fährt – nun ja ein passendes Schiff sähe ich in Hamburg zur Zeit nicht. Das könnte sich aber ändern, sollte eines noch möglichst fernen Tages die KIRCHDORF von der HADAG außer Dienst gestellt werden 😉 .

    Das die BRAUER keine Zukunft bei der HADAG hat ist hochwahrscheinlich…

    Hallo Michael,

    „Ein passendes Schiff in greifbarer Nähe“ bedeutet nicht, daß das Schiff jetzt vom Elbwasser umspült sein muß. Schiffe aus portugiesischen Gewässern sind eventuell zu weit entfernt (Seetauglichkeit / Überführungskosten). Aber eventuell gibt es was von der Weser, den Nordseeinseln oder von der Ostseeküste. (An anderer Stelle im Forum war mal von noch vorhandenen H.B.E.L.-Schiffen die Rede. Die sind aber wohl zu klein (Gastronomie) und auch recht langsam.) Der „Kaiser Wilhelm“ ist zwar an der Elbe gebaut, war aber lediglich für die Weser bestimmt. Dennoch steht er heute als legitimer Nachfolger für die Tradition der basedowschen „Lauenburger Dampfer“. Ein passendes Schiff muß deshalb nicht unbedingt ein HADAG-Schiff sein.

    Was die Max Brauer angeht: Seltsamerweise ist sie immer noch beflaggt und ein AIS-Signal sendet sie auch noch.

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71106

    Werner
    Teilnehmer

    Da ja zum Betrieb einer Schiffahrtslinie nicht nur Schiffe benötigt werden, stellt sich die Frage nach der Infrastruktur. In Urzeiten hatten die konkurrierenden Reedereien der Niederelbe (Borsteler Dampfer, Hamburg-Stade-Altländer Linie, H.D.A.G. usw.) ihre Reedereieigenen Landungsanlagen. Ich meine, daß das für die HADAG auch in den 60er und 70er Jahren noch zutraf. (Anleger Lühe, Twielenfleth, Stadersand, Kautsand, Wischhafen – jüngere Forumsmitglieder mögen sich die Strecke Hamburg – Wischhafen mal auf GoogleMaps ansehen. Da überall fuhren unsere Typschiffe!) Vermute mal, daß das heute nicht mehr so ist. (Wer näheres weiß, der soll was dazu schreiben.)
    Wenn die Anleger auf Grund des geringen Verkehrs kaum noch genutzt werden, wer kümmert sich dann um die Instandhaltung?
    Szenario: In zwei bis drei Jahren sitzen die Abgeordneten der Stadt Stade in der Ratsstube und sinnieren über den Stadthaushalt. Einem fällt auf, daß der Anleger Stadersand nur fünfmal im Jahr von der „Germania“ der „Personen Schifffahrt Brunsbüttel“ angelaufen wird und stellt fest „wenn wir den abschaffen, können wir viel Geld sparen.“
    Für den Abschnitt Schulau – Lühe werden die Anleger von der Lühe-Schulau-Fähre genutzt. Es besteht also keine Gefahr.
    Was aber ist mit der Pontonanlage „Wittenbergen“? (Wem gehört die – HPA, HADAG???) Wenn die HADAG in den nächsten Jahren den Niederelbedienst einstellt, wer läuft den Ponton dann noch an?

    Noch ein kühner Gedanke:
    Solange an potenziellen Zielen der Niederelbe noch Anleger und Pontonanlagen für den öffentlichen Personenverkehr vorhanden sind, besteht sowohl für die HADAG, private Reeder und (!) Vereinen, die Möglichkeit eine Schiffahrtslinie zu diesem Ort.
    Vereine – das ist das Stichwort. In Lauenburg fährt der „Kaiser Wilhelm“ seit Jahrzehnten im ehrenamtlichen Liniendienst. Auf der Flensburger Förde fährt auch schon seit langen Jahren der Salondampfer „Alexandra“ unter einer Ehrenamtlichen Besatzung. Ebenso wird der Alsterdampfer „St. Georg“ von einem Verein erfolgreich bereedert. Auch so manche Museumsbahn wird in den Sommermonaten Wochenende für Wochenende ehrenamtlich betrieben:

    Strecke Schönberg – Schönberg Strand an der Ostsee vom Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e.V. Hamburg. http://www.vvm-museumsbahn.de/
    Strecke Bruchhausen-Vilsen – Asendorf (zwischen Bremen und Nienburg / Weser) vom Deutschen Eisenbahn-Verein e.V. http://www.museumseisenbahn.de/

    Und die Anliegenden Gemeinden treten gerne als Unterstützer der Museumsbahnen auf, da damit Gäste angelockt werden.
    Weshalb soll das für den Niederelbedienst nicht auch möglich sein? Gibt es in greifbarer Nähe noch historische Einheiten, die auf die Strecke passen würden? Vielleicht durch die „Stiftung Maritim“. Eventuell findet sich ja auch ein Kreis, der diesbezüglich einen Verein in Leben ruft.

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71102

    Werner
    Teilnehmer

    @MichaelS wrote:

    Meine Ideen dazu: Ein etwas schnelleres, komfortableres Schiff (z.B. Panoramafenster, wettergeschützes Freideck) -ich mag die MOLSEN, aber wie im Helgolanddienst gibt es hier einen Investitionsstau- eine vollständige Gastronomie, mindestens wieder der alte Fahrplan (2 Abfahrten sind ein absolutes Muss); Kombiticket mit dem HVV – das wäre eine Möglichkeit mit erheblichen Investitionen eine Zukunft für den Niederelbedienst zu schaffen.

    Ein etwas schnelleres komfortables Schiff ist sicher der richtige Weg. Das Schiff muß auch was fürs Auge sein – keine schwimmende Litfaßsäule, wie die rote Tonndorf oder die gelbe Jan Molsen. (Es darf ja ruhig verspielt sein. Wie der Kussmund bei AIDA passen vielleicht Kirschen und Äpfel für Schiffe ins „Alte Land“.)

    Kombiticket mit dem HVV sollte doch leicht möglich sein. Denn schließlich ist die HADAG Partner des HVV. Zudem gibt es bei der Fähre Blankenese – Cranz auch schon eine Vermischung des Niederelbetarifs und dem HVV-Tarif.

    Und erhebliche Investitionen müssen es auch nicht gleich sein. Denn es wird sicher möglich sein ein passendes Schiff für ein oder zwei Jahre zu charten (eventuell mit der Option, es bei Erfolg zu kaufen). Das ist sicher günstiger als einen Neubau in Auftrag zu geben.

    Entscheidend ist hier wohl der Wille, ob man an einer Ausflugsschiffahrt überhaupt interessiert ist. Ähnliches wurde in diesem Forum zum Thema Hafenrundfahrt schon am 30. / 31. Oktober 2006 diskutiert:
    @Reeperbahn wrote:

    Ebenso wie das Thema Niederelbefahrten, scheint mir das Thema HARUFA interessant! Wird die Hadag künftig etwas vom Kuchen abbekommen? Mit welchen Schiffen? Wie oft bzw. überhaupt regelmäßig?

    Als eingefleischter und bekennender Hadag-Enthusiast stimmt es mich schon traurig, was da in den vergangenen Jahren (Jahrzehnten) gelaufen ist. Nachdem die Hadag über Jahrzehnte fast soetwas wie ein Monopolist in der Rundfahrt war, ist sie inzwischen zum unbedeutenden Nebendarsteller verkommen. Natürlich konnte es so nicht weitergehen! Staatlich geschützter und ebenso finanzierter Wettbewerbsausschluss konnte, ja durfte so nicht fortgeführt werden.
    Konkurrenz belebt das Geschäft und spätestens mit der voranschreitenden “Europäisierung” war an eine Fortsetzung des Monopols nicht zu denken. Doch statt auf die Veränderungen zu reagieren, hat man meines Erachtens nur zugesehen. Der zaghafte Versuch mit der WARSTEINER QUEEN war dann schon der einzige.
    …..
    Vielleicht könnte auch für die HARUFA wieder etwas Innovatives auf Kiel gelegt werden? Oder überläßt die Hadag alles der Konkurrenz und konzentriert sich ausschließlich auf den HVV-Verkehr nach Finkenwerder???

    @MichaelS wrote:

    Das Unternehmen heißt zwar offziell noch “HADAG Seetouristik und Fährdienst AG”, aber u.a. 1997 beim Ausscheiden beim ECJ wird klar, dass die Prioritäten beim Fährdienst liegen.

    HADAG Seetouristik und Fährdienst AG
    Das See könnten wir schon lange streichen und das touristik wird dann wohl bald folgen können.

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71100

    Werner
    Teilnehmer
    Reeperbahn wrote:
    Können wir, als Forum einiger motivierter Elbdampfer-Enthusiasten, die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen eines Staatsbetriebes beeinflussen, und sei es mit noch so tollen Ideen? Ich fürchte nein.

    Nein – als Forum können wir wahrscheinlich so gut wie nix beeinflussen. Aber mit etwas Glück werden unsere Ideen von einem finanzkräftigen Griechen gelesen, der in eine florierende Niederelbefahrgastschiffahrt investiert. 😉

    Vor Jahrzehnten, als die Linienschiffahrt auf der Alster (die mit der gelben, blauen und grünen Linien-Flagge – rot war die Fähre Uhlenhorst – Harvestehude) eingestellt wurde, sprach ich mit Leuten von der HHA über eine Verbindung zum Stadtparksee. Die heute noch vorhandenen Anleger aus der Vorkriegszeit werden derzeit Gastronomisch genutzt. „Das lohnt sich nicht“ war die Antwort. Aber man hat es nicht probiert. Dabei ist der Stadtpark ein gut frequentierter Ort, der für die Alsterschiffahrt wohl auch Fahrgastpotential bietet. Und da HADAG und ATG (HHA) als Staatsbetrieb schon immer mehr oder weniger verwand waren, wird sich an dieser Einstellung nicht viel geändert haben. Es fehlt die Lust, mit etwas Enthusiasmus was zu bewegen.

    Abicht, Meyer, Prüsse – die scheinen mir „zu satt“ zu sein. Die sind mit Sechzigminutenfahrten und Begleitfahrten zufrieden. Obwohl – war mit Prüsse seiner Wahrsteiner Solar mal zu den Matjestagen nach Glückstadt. Inklusive Frühstück gar nicht schlecht.

    Unsere Elbe bietet viel mehr als nur HARUFA und Linie 62.
    Ich will nicht verstehen, weshalb bei reichlich vorhandenen Touristen hier eine Ausflugsschiffahrt nicht zu betreiben sein soll. Es klappt doch an der Weser (sowohl im Weserbergland als auch mit der Ozeana von Bremen über Brake nach Bremerhaven), dem Rhein, an der Mosel, auf der Donau und und und…
    In Sachsen, in Bayern und Rheinland-Pfalz – überall werde ich auf die Schiffsbegrüßungsanlage in Schulau angesprochen. (In Obernzell sprach mich ein Gastwirt sogar auf den Betreiberwechsel des Schulauer Fährhauses an.) Oft wurde mir erzählt, daß Urlaub im „Alten Land“ gemacht wurde (konnte ich mir als Hamburger zuerst gar nicht vorstellen). Und die Leute sollen nicht zum „Dampferfahren“ bewegt werden können? Es fehlt wohl nur ein attraktives Angebot.
    Es soll ja nicht gleich ein Besäufnis werden – aber ein gepflegtes Bier vom Fass an Bord eines Fahrgastschiffes – eventuell ein saftiges Schinkenbrot dazu – das hat doch was.
    Vielleicht ist auch nur die Fahrtrichtung falsch. Wie wäre es denn, wenn ein Fahrgastreeder aus Glückstadt oder Stade Touristen nach Hamburg bringt?

    Es muß ja nicht gleich ein Grieche gefunden werden. Mag ja sein, daß einige Medien (Abendblatt, Morgenpost, NDR) was bewegen können. Die heute sehr erfolgreichen Fleet- und Kanalfahrten der ATG sind seinerzeit auch als „Leserfahrten“ für Abonennten vom Hamburger Abendblatt entstanden.

    Der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71098

    Werner
    Teilnehmer
    Reeperbahn wrote:
    Eine Kostendeckung halte ich für undenkbar, erst recht bei solchen Witterungen, wie im “Sommer” 2011. Also wird es zur Einstellung kommen.

    Hallo Michael, hallo Forum,

    was ist bloß los in der „Metropolregion Hamburg“? Weshalb gibt der Tourismus- und Ausflugsverkehr auf der Elbe seit Jahrzehnten ein so klägliches Bild ab?

    Ich bin Baujahr 1950 und kann mich gut an sonntägliche Ausflugsfahrten zur Obstblüte ins „Alte Land“ erinnern. Mit ‘nem „Grünen Dampfer“ ging es bis nach Twielenfleth. Auf dem Deich wurde dann bis nach Lühe zurückgegangen um dort einen der nachfolgenden Schiffe in Richtung Landungsbrücken zu besteigen. Aber die Schiffe fuhren nicht nur Sonntags – auch an den übrigen sechs Wochentagen konnte man auf dem Wasser die Elbe und ihre Schiffe genießen. Auch die Fahrten mit der H.B.E.L., von den St. Pauli-Landungsbrücken über alle Stationen bis direkt nach Cranz, sind mir in guter Erinnerung. Ein Spaziergang auf dem Elbewanderweg war eigentlich immer mit einer Fahrt auf der Elbe verbunden. Und für damalige Verhältnisse (fünfziger und sechziger Jahre) waren unsere geliebten Typschiffe auch eine feine Sache. Und beim Tourismus- und Ausflugsverkehr auf der Elbe möchte ich die „Lauenburger Dampfer“ nicht vergessen. Es war schon ein Erlebnis, wenn der Raddampfer „Hugo Basedow“ von den Landungsbrücken nach Lauenburg fuhr und bei den Elbbrücken Maste und Schornstein niederlegen musste. Alles das gibt es nicht mehr.

    Wie schon an anderer Stelle in diesem Forum erwähnt, verbrachte ich im Sommer 2011 einige Tage an der Donau. Auch dort war der Sommer 2011 nicht so, wie man sich einen Sommer vorstellt. Wir fuhren mit dem Schiff „MS Regina Danubia“ von Obernzell (nähe Passau) bis nach Linz / Österreich (das sind etwa 70 Flußkilometer; Passau – Linz geschätzte 85 Stromkilometer). Das Schiff hat in Linz eine planmäßige Liegezeit von 15 Minuten. Dann tritt es die Rückfahrt an. Die Zeit reicht nicht aus, um sich Linz anzusehen. Daher werden günstige Kombifahrten angeboten. Rückfahrt nach Passau mit Bahn oder Bus. Damit wir wieder zu unserem Ausganspunkt „Obernzell“ gelangten, fuhren wir um 17:30 Uhr mit komfortablen Reisebus (extra für Passagiere von Wurm + Köck) bis nach Engelhartszell. (Der Bus fuhr dann mit weiteren Fahrgästen weiter nach Passau.) Dort bestiegen wir um 18:45 Uhr das Schiff, das um 14:20 Uhr in Linz losmachte, und erreichten damit unseren Ausgangspunkt Obernzell. Bitte mal Preise und Leistungen mit dem Hamburger Elbtourismus vergleichen.
    http://www.donauschiffahrt.de/de/100156163/passau_-_linz.html

    Sowohl Personal als auch Betriebskosten dürften sich zwischen Elbe und Donau nicht maßgeblich unterscheiden. Auf dem Schiff für 400 Personen waren auf meiner Fahrt deutlich weniger als 100 Fahrgäste!
    Einfache Strecke mit Schiff Passau – Linz = 26,00 € für zirka 85 km
    Passau – Linz – Passau mit Schiff = 29,00 € für zirka 170 km
    Passau – Linz mit Schiff und mit Bus zurück nach Passau = 32,00 € (und das Busunternehmen will auch noch was verdienen)

    Auch für die Ausflugsschiffahrt auf der Elbe könnte ich mir vorstellen, daß durch attraktive Schiffe und Angebote (günstige Rückfahrpreise, kombiangebote Schiff / Bus, eingebundener Transfer Stadersand / Stade, Kombiticket für Stadtführung in Stade oder Besuch Schwedenspeicher) Fahrgäste gefunden werden, die einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen.

    Gibt es aus der großen Forumsrunde konkrete Ideen, wie der Ausflugsverkehr auf der Elbe zu beleben und langfristig zu retten ist???

    Auf Anregungen hofft
    der Werner

    als Antwort auf: Niederelbe-Verkehr #71095

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Forum!

    Ein Fahrplan mit einem derart dünnen Angebot einerseits und einem recht hohen Fahrpreis andererseits ist für mich der Todesstoß für den Niederelbedienst.

    Fahrgäste, die bis Stadersand fahren, haben dort quasi keinen brauchbaren Aufenthalt. Es sei denn, sie nutzen zur Rückfahrt den Bus und die S-Bahn. Für „Rückfahrtfahrgäste“ bedeutet das, daß mehr als fünf Stunden an Bord verbracht werden müssen (für die Gesamtstrecke). Das ist für Nicht-HADAG-Freaks nicht besonders prickelnd – dazu ist das Ambiente der HADAG-Schiffe nicht „wohnlich“ genug. (War letzten Sommer an der Donau und bin mit Tagesausflugsschiff von Passau nach Linz gefahren. Die Schiffe sehen anders aus! Siehe hier: http://www.donauschiffahrt.de/.) Auch ist nicht anzunehmen, daß eine wirtschaftlich relevante Anzahl von Fahrgästen, mit der S-Bahn von Hamburg nach Stade fährt, sich per Bus oder Taxe nach Stadersand begibt, um dann mit dem Schiff nach Hamburg zu Fahren. Auch der Aufenthalt in Lühe wird mit dem zukünftigen Fahrplan beschnitten.

    Zudem wird der deutlich erhöhte Fahrpreis potenzielle Fahrgäste abschrecken. Damit kann man keinen Zuwachs von Beförderungsfällen erzielen. Anders als bei den Hafenfähren, der U- und S-Bahn, besteht hier für den Fahrgast kein zwingender Bedarf das Angebot zu nutzen.

    Die gänzliche Verabschiedung vom Niederelbedienst ist absehbar.
    Leider.

    Der Werner

    als Antwort auf: Flensburger Dampf Rundum 2011 #77089

    Werner
    Teilnehmer

    Hallo Forum,

    man beachte auf dem Anmeldeformular der Ulmer Eisenbahn Freunde (UEF) das Wettrennen zuwischen „Schaarhörn“, „Stadt Kiel“ und „Goliath“.
    Leider nicht mehr wiederholbar.

    Die UEF betreiben in Württemberg, vom Ort Amstetten aus, zwei Museumsbahnlinien.
    – Knapp 6 Kilometer Schmalspur (1000 mm) Amstetten – Oppingen
    – Knapp 20 Kilometer Regelspur Amstetten – Gerstetten

    Gruß
    der Werner

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